Shiffrins erstaunlicher neuer Blickwinkel

von SID
Shiffrins erstaunlicher neuer Blickwinkel

Die Amerikanerin nimmt künftig bewusst in Kauf, dass ihre Chancen auf den Gewinn der großen Kristallkugel geringer werden.

Ski-Königin Mikaela Shiffrin nimmt mit der geplanten Neuausrichtung ihres Wettkampfkalenders bewusst einen Rückschlag im Kampf um den Gesamtweltcup in Kauf. „Die Chance ist wahrscheinlich viel geringer, dass ich im Gesamtweltcup wirklich ganz vorne mitmischen kann. Das habe ich mit der Entscheidung, mein Programm anzupassen, akzeptiert“, sagte sie in einem Interview mit Eurosport.

Der Gewinn der großen Kristallkugel gehörte jahrelang zu den großen Zielen von Shiffrin. Im März gewann sie die Trophäe im Duell mit Emma Aicher zum sechsten Mal und zog dadurch mit Rekordhalterin Annemarie Moser-Pröll (Österreich) gleich. Die 30 Jahre alte Amerikanerin hat nun angekündigt, weniger Rennen in ihrer Spezialdisziplin Slalom bestreiten zu wollen und mehr Augenmerk auf Riesenslalom und Super-G zu legen.

„Als ich angefangen habe, darüber nachzudenken, ging es mehr um meinen Körper“, erklärte Shiffrin ihre Beweggründe für die Neuausrichtung ihres Programms. Während der Saison seien die Erholungspausen zu kurz gekommen. „Da dachte ich: Dieser eine Extramoment der Erholung würde mir viel helfen. Aber erst im letzten Jahr wurde mir bewusst, dass ich selbst die Kontrolle darüber habe.“

Völlig aus dem Blick verlieren will Shiffrin den Gesamtweltcup aber nicht. „Wenn wir mitten in der Saison sind und ich wirklich gute Rennen hatte und konkurrenzfähig bin, dann können wir das wieder zu einer Priorität machen. Ich möchte da auch keine Türen schließen“, sagte sie. „Aktuell spielt das aber bei der Auswahl der Rennen, die ich bestreiten möchte, keine Rolle.“