Klopp: „Geht alles auf meine Kappe“

von SPORT1
Kimmich reagiert auf Schweinsteiger
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Kimmich reagiert auf Schweinsteiger

Jürgen Klopp übernimmt für seine erste Niederlage als Bundestrainer die volle Verantwortung. Seinen eingeschlagenen Weg verteidigt er.

Für sein Heimdebüt als Bundestrainer hätte sich Jürgen Klopp ein anderes Ergebnis gewünscht. Nach der 0:1-Niederlage gegen Griechenland übernahm der 59-Jährige aber die volle Verantwortung. „Das Ergebnis ist nicht cool. Aber das ist Teil des Prozesses, absolut“, sagte Klopp am ARD-Mikrofon. „Die Aufstellung, die Zusammensetzung, die vielen Wechsel – das geht alles zu 100 Prozent auf meine Kappe.“

„Das Spiel nicht zu gewinnen, damit hätte ich jetzt wirklich auch leicht leben können. Verlieren darfst du es nicht“, ärgerte sich Klopp. Für eine deutsche Mannschaft war es im elften Vergleich gegen Griechenland die erste Niederlage, ein von Joshua Kimmich abgefälschter Schuss von Dimitrios Kourbelis (74.) besiegelte die Pleite.

Jürgen Klopp verlor sein Heimdebüt als Bundestrainer
Jürgen Klopp verlor sein Heimdebüt als BundestrainerJürgen Klopp verlor sein Heimdebüt als Bundestrainer© IMAGO/Sven Simon

„Drecks-Ding“: Jürgen Klopp hadert mit Gegentor

„Ich habe nicht damit gerechnet, aber es hat mich jetzt auch nicht überrascht, dass die am Ende dann so ein Drecks-Ding reinwurschteln“, haderte Klopp.

Der Nachfolger von Julian Nagelsmann bat zugleich um Geduld. „Wir sind eine Woche zusammen, sind neu zusammengewürfelt, da brauchen wir Abläufe. Die waren irgendwann nicht mehr da.“ Bisher sei kaum Zeit für Details gewesen: „Fußball braucht Training. Fußball braucht Abläufe.“

Zufrieden zeigte er sich mit den ersten 15 Minuten der zweiten Hälfte. „Die Abläufe waren da und dann haben wir es nicht mehr gemacht. Warum wir das nicht gemacht haben, weiß ich noch nicht.“

Klopp verteidigt seine Maßnahmen

Klopp verteidigte zugleich seinen eingeschlagenen Weg mit XXL-Kader und den vielen Debütanten, den er als alternativlos bezeichnete. „Stellt euch mal vor, wir hätten jetzt zweimal die gleiche Mannschaft gebracht, die bei der WM gespielt hätte. Also alles genau gleich. Ich weiß nicht, ob das Spiel heute so viel anders ausgesehen hätte. Es wäre eine ganz schlechte Nachricht gewesen.“

Er sei nun dabei, „die Tür zu öffnen für ganz viele neue Gesichter. Die neuen Gesichter haben nicht viel falsch gemacht. Es geht nicht darum, das jetzt auf irgendjemand zu schieben. Das ist auch nicht leicht für die etablierten Spieler, mit den Jungs zusammenzuspielen. Ich habe viele positive Dinge gesehen, die nur nicht zu einer dominanten Spielweise geführt haben.“

DEINE MEINUNG

Klopp richtet den Blick nach vorne

Kämpferisch richtete er den Blick nach vorne. „Mir ist ein schlechter Start lieber als ein schlechtes Ende“, betonte Klopp. „Wir werden uns alle in eine Richtung weiterentwickeln. Wir werden zusammenfinden und uns zusammenfügen, weil das immer passiert, wenn man die richtigen Dinge tut. Und wir tun die richtigen Dinge.“

Und er ergänzte: „Jede Erklärung klingt wie eine Ausrede. Die will ich gar nicht nutzen.“ Er sehe daher auch keine Veranlassung, seinen Weg zu ändern: „Alles war top in dieser Woche, bis auf große Teile dieses Spiels.“

Gegen Serbien in München (1. Oktober) und beim Rückspiel gegen die bereits fünf Punkte enteilten Griechen in Thessaloniki (4. Oktober) darf der zweite Teil von Klopps XXL-Kader ran.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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