„Schwerste Zeit im Fußball“: Schlotterbeck wird emotional
So kam es zum Startelf-Comeback von Schlotterbeck
Nico Schlotterbeck ist nach seiner langen Verletzungspause zurück beim BVB. Der Innenverteidiger blickt emotional auf die Zeit unmittelbar nach seiner Verletzung bei der WM 2026 zurück.
Nico Schlotterbeck ist für Borussia Dortmund zurück auf dem Rasen. Der Innenverteidiger feierte vergangenes Wochenende sein Startelf-Comeback für den BVB gegen Paderborn (3:0), nachdem er sich bei der WM 2026 eine schwere Verletzung am Sprunggelenk zugezogen hatte.
Nach seinem Comeback hat der 26-Jährige auf schwierige vergangene Monate zurückgeblickt und dabei ein emotionales Fazit gezogen. „Das war meine schwerste Zeit im Fußball bisher“, sagte Schlotterbeck im Gespräch mit BVB-TV.
Schlotterbeck wollte zunächst weiterspielen
Schon 2025 hatte der Verteidiger aufgrund eines Meniskusrisses lange Zeit aussetzen müssen. Die Verletzung bei der WM war für Schlotterbeck dennoch bitterer. „Ich hatte zwar im letzten Jahr eine schwerwiegendere Verletzung, aber das tat schon richtig weh. Ich konnte es gar nicht so richtig fühlen“, führte er aus.
Schlotterbeck hatte sich im zweiten WM-Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste (2:1) verletzt und weitere DFB-Spiele beim Turnier in Nordamerika verpasst. „Ich hatte mir die Verletzung relativ früh im Spiel zugezogen. Ich hatte Schmerzen. Ich bin aber ein Spieler, der nicht so sensibel ist. Ich kann mit Schmerzen umgehen, ich kann mit Schmerzen spielen und habe mich okay gefühlt. In einer Trinkpause hat der Doc dann gesagt: ‚Hey, ich glaube dein Innenband ist weg.‘“
„Die Tage waren extrem hart“
Schlotterbeck wollte trotzdem weiterspielen, bis ihm der Mannschaftsrat in der Halbzeitpause einen Strich durch die Rechnung machte. „In der Halbzeitpause hat der Doc dann gesagt: ‚Komm, wir gehen raus. Safety first.‘ Einen Tag später kam der Schmerz, ich konnte immer weniger auftreten und dann kam die Diagnose. Ich hatte immer noch das Gefühl: ‚Komm, schmeiß‘ paar Tabletten rein und dann geht es wieder.‘ Dann hat mir aber jeder davon abgeraten, weil es einfach chronisch hätte werden können. Die Tage danach waren extrem hart.“
Schlotterbeck arbeitete in den folgenden Wochen und Monaten hart an seinem Comeback, welches er gegen Paderborn feiern durfte. Für die anstehende Länderspiel-Periode wurde der Verteidiger von Bundestrainer Jürgen Klopp nominiert. „Ich freue mich total darauf. Es ist eine neue Ära, die er einleitet, und ich hoffe, eine erfolgreiche!“