Del Toro siegt bei WM-Generalprobe

von SID
Pogacar mit großer Geste - so lief der 2. Tag der Tour de France
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Pogacar mit großer Geste - so lief der 2. Tag der Tour de France

Isaac del Toro unterstreicht seine WM-Ambitionen und gewinnt vor Toptalent Paul Seixas. Beim spektakulären Eintagesrennen muss sich Remco Evenepoel mit Platz fünf begnügen.

Der mexikanische Radsport-Star Isaac del Toro hat die WM-Generalprobe in Montreal gewonnen und damit seine Ambitionen für den Kampf ums Regenbogentrikot in zwei Wochen an gleicher Stelle unterstrichen.

Nach schweren 214,4 km setzte sich der 22-Jährige vom UAE Team Emirates-XRG im Zweiersprint gegen Frankreichs Toptalent Paul Seixas (19/Decathlon-CMA CGM) durch und gewann sein erstes Eintagesrennen auf WorldTour-Niveau.

Isaac del Toro hat bei der WM-Generalprobe vor Toptalent Paul Seixas gewonnen
Isaac del Toro hat bei der WM-Generalprobe vor Toptalent Paul Seixas gewonnenIsaac del Toro hat bei der WM-Generalprobe vor Toptalent Paul Seixas gewonnen© IMAGO/teamSprint-media

WM-Generalprobe: Evenepoel landet auf Platz fünf

Bei der 15. Auflage des sehr anspruchsvollen Rennens in der frankokanadischen Metropole, an dem fast alle WM-Favoriten teilnahmen, landete del Toros Teamkollege Brandon McNulty (USA), der im Vorjahr gesiegt hatte, mit 27 Sekunden Rückstand auf Platz drei.

Der belgische Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel aus dem deutschen Red-Bull-Team, der am Freitag das „Schwesterrennen“ in Quebec gewonnen hatte, musste sich diesmal mit Platz fünf (+35 Sekunden) begnügen. Beide kanadischen Eintagesrennen in einer Saison haben bislang nur die Australier Simon Gerrans (2014) und Michael Matthews (2018) gewonnen.

Im WM-Straßenrennen dürfte Evenepoel in Abwesenheit des verletzten Noch-Weltmeisters Tadej Pogacar aber dennoch der größte Favorit sein.

Schachmann mit starker Vorstellung

Eine starke Vorstellung zeigte der frühere deutsche Meister Maximilian Schachmann. Der Berliner in Diensten des Teams Soudal Quick-Step war lange Teil einer kleinen Spitzengruppe, ehe er in der Schlussphase chancenlos blieb.

Auf der letzten von 15 Runden, auf denen es jedes Mal über die knackige Steigung zur Cote Camilien-Houde (1,9 km mit durchschnittlich 7,1 Prozent Steigung) ging, schloss del Toro zu Seixas auf, die beiden Ausnahmefahrer lieferten sich danach ein erbittertes Duell. Auf der Zielgeraden hatte der Mexikaner dann die deutlich besseren Beine.

Das WM-Straßenrennen wird am 27. September zu großen Teilen auf dem gleichen Rundkurs ausgetragen. Dieser wird dann aber erst nach rund 103 von 273 Kilometern erreicht, über die Cote Camilien-Houde geht es dann zwölfmal.