Ricken reagiert auf Brunner-Eklat
Neuer DFB-Stürmer? Sein Trainer schürt den Hype
Paris Brunner bestimmt die Medien derzeit nicht nur mit seinen sportlichen Leistungen. Das ruft auch BVB-Boss Lars Ricken auf den Plan, der auch die Dortmunder Zeit des Youngsters reflektiert.
Paris Brunner sorgt in diesen Wochen nicht nur mit seiner bestechenden Form für Aufsehen. Seinem Traumtor, dem fünften Treffer im sechsten Pflichtspiel der aktuellen Saison, ließ der 20-Jährige gegen Racing Straßburg einen umstrittenen Jubel folgen. Mit der Hand fuhr er sich an den Hals und symbolisierte dadurch eine „Kopf-ab-Geste“. Er habe damit andeuten wollen: „Was für ein Tor, es ist vorbei“, erklärte der Spieler später selbst. Er und seine Familie seien vor dem Spiel beschimpft worden. Sein Ex-Boss Lars Ricken hat nur wenig Verständnis für die Aktion.
„Deshalb glaube ich, ist sowas auch unnötig. Lass Taten sprechen. Alle reden gerade über seine Erfolge, jetzt wird er sogar mit der Nationalmannschaft in Verbindung gebracht. Ich glaube, darüber sollte er sich definieren. Nicht über solche Gesten“, äußerte sich der Geschäftsführer Sport des BVB in der Bild-Sendung „Die Lage der Liga“.
Brunners Entwicklung imponiert Ricken
Die erwähnten Erfolge des Youngsters sind es jedoch, die Ricken deutlich mehr imponieren als der Jubel-Eklat. Denn trotz großer Erfolge als Juniorennationalspieler war diese Entwicklung zu seinen Dortmund-Zeiten nicht immer abzusehen. „Er ist ja U17‑Welt- und Europameister geworden. Auch diesen Spielern muss man einfach auch notwendige Zeit geben. Ich weiß nicht, ob er diese Entwicklung auch bei uns hätte machen können, auch mit den Topstürmern auf seiner Position, die wir hatten.“
Mit wenig Aussicht auf regelmäßige Spielzeit bei den Westfalen entschied sich Brunner 2024 für den Schritt nach Frankreich zur AS Monaco, von wo er postwendend nach Belgien zu Cercle Brügge verliehen wurde. Bis zum Beginn der aktuellen Saison gelangen dem gebürtigen Dortmunder 8 Treffer in zwei Jahren. Für Ricken ganz normale Schritte in der Laufbahn eines jungen Talents.
„Dann hat er sich für einen anderen Weg entschieden und das hat ja ehrlicherweise auch noch ein bisschen gedauert. Auch noch eine Leihe gehabt, die jetzt nicht so erfolgreich war. Aber gerade Stürmer in den Topmannschaften sind jetzt nicht die 18- und 19-Jährigen.“
Ricken: „Die Türen für Paris sind nicht zu“
Der Jubel soll also nur eine Ausnahme im ansonsten aktuell steil nach oben gerichteten Karrierepfeil Brunners sein, findet der BVB-Boss und wagt einen Blick in die Zukunft: „Der soll da einfach seinen Job gut machen und dann hat er, glaube ich, noch eine richtig gute Karriere vor sich. Die Türen sind für Paris nicht zu, aber ich glaube, das ist aktuell jetzt nicht das Thema.“
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Denn, das macht Ricken ebenfalls deutlich, ist der BVB mit seiner Offensive mehr als zufrieden: „Auch weil wir mit Serhou Guirassy und Fábio Silva gerade eine der spannendsten Geschichten der Bundesliga haben.“