Das Märchenende bleibt aus

von SPORT1
Hier platzt der deutsche Traum vom Grand Slam
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Hier platzt der deutsche Traum vom Grand Slam

Kevin Krawietz und Tim Pütz verpassen den Titel in New York. Für einen der beiden ist das besonders bitter. Im Spätherbst seiner Karriere wäre das die große Chance auf den langersehnten Titel gewesen.

Kevin Krawietz und Tim Pütz haben bei den US Open ihren ersten gemeinsamen Grand-Slam-Titel verpasst. Besonders bitter dürfte die Finalniederlage gegen Christian Harrison und Neal Skupski (4:6, 6:7) für Pütz gewesen sein – sein Traum von einem Major-Coup im Herren-Doppel bleibt unerfüllt.

„Der Stellenwert ist hoch. Das ist das Einzige, was uns irgendwie noch fehlt“, hatte der 38-Jährige im Vorfeld noch gesagt: „Ich empfinde aber keine Torschlusspanik.“

Tim Pütz wartet weiter auf einen Grand-Slam-Titel im Herrendoppel
Tim Pütz wartet weiter auf einen Grand-Slam-Titel im HerrendoppelTim Pütz wartet weiter auf einen Grand-Slam-Titel im Herrendoppel© IMAGO/Marco Canoniero

US Open: Pütz und Krawietz verpassen Triumph

Doch ausgerechnet Pütz war es, der am Samstag in den entscheidenden Momenten Nervenflattern bekam. Bei der einzigen Breakchance des deutschen Duos beim Stand von 2:1 im ersten Satz ließ der Frankfurter eine riesige Chance liegen.

Und dann das überaus dramatische Ende: Das deutsche Duo hatte im Tiebreak des zweiten Satzes beim Stand von 6:5 Satzball – und das bei eigenem Aufschlag von Pütz.

Der dritte Satz schien zum Greifen nah, doch nach zwei Vorhandfehlern von Pütz hieß es Matchball Harrison/Skupski – kurz darauf war das Match auch beendet und der Titeltraum geplatzt.

Zuvor hatte auch Krawietz zuvor schon seine beiden Punkte bei eigenem Aufschlag verloren – doch besonders bei Pütz merkte man am Ende den Kampf mit den Nerven an.

DEINE MEINUNG

Es könnte die letzte Chance von Pütz auf einen Grand-Slam-Titel gewesen sein. „Klar denkt man dran. Man überlegt, will man das nochmal? Da muss man sich im Doppel schon committen, weil wir jedes Jahr um Turin (ATP-Finals, Anm. d. Red.) spielen. Da kann man schlecht sagen: ‚Mensch Kevin, lass uns doch nochmal bis Wimbledon spielen.‘ (…) Es ist keine finale Entscheidung gefallen, aber es könnte sein, dass es unser letzter gemeinsamer Grand Slam war“, sagte Pütz nach dem Finale bei Sky.

Kevin Krawietz (l.) neben Tim Pütz
Kevin Krawietz (l.) neben Tim PützKevin Krawietz (l.) neben Tim Pütz© IMAGO/ZUMA Press

Pütz wartet weiter auf die Vollendung im Doppel

Ein Titel wäre die ideale Krönung einer beeindruckenden Doppel-Karriere gewesen. 2024 war das Duo in Flushing Meadows schon einmal ins Endspiel vorgestoßen – und den Australiern Max Purcell und Jordan Thompson unterlegen.

Zwar hat Pütz 2023 sensationell mit Miyu Kato die French Open im Mixed gewonnen. 2024 triumphierte er mit Krawietz zudem bei den ATP-Finals – doch ein Titel bei einem Grand Slam im Herrendoppel fehlt ihm eben noch.

Pütz meint dennoch, falls er nun tatsächlich den Schlussstrich unter seine Karriere zieht: „Es gibt wesentlich schlechtere Ergebnisse, um aufzuhören.“ Das stimmt – doch um ein Haar hätte es mit dem Märchenende geklappt.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)