VfB beschenkt sich selbst

von SID
"Wäre angebracht!" Hoeneß spricht Undav-Machtwort
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"Wäre angebracht!" Hoeneß spricht Undav-Machtwort

Ermedin Demirovic beschert den Stuttgartern in der Champions League gegen Viking Stavanger einen Start nach Maß.

Der überragende Ermedin Demirovic hat dem VfB Stuttgart mit drei Toren innerhalb von zwölf Minuten einen Start nach Maß in die Champions League beschert.

Die ambitionierten Schwaben gewannen das erste Spiel der Ligaphase gegen Viking Stavanger glanzlos, aber verdient mit 3:1 (3:1) und machten sich zum 133. Klub-Geburtstag das schönste Geschenk. Bei Slovan Bratislava hat die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß am 14. Oktober nun die große Chance, den Traumstart in die Königsklasse perfekt zu machen.

Ermedin Demirovic (r., mit Grischa Prömel) führte den VfB Stuttgart zum Sieg
Ermedin Demirovic (r., mit Grischa Prömel) führte den VfB Stuttgart zum SiegErmedin Demirovic (r., mit Grischa Prömel) führte den VfB Stuttgart zum Sieg© IMAGO/Sportfoto Rudel

„Für mich war es natürlich ein perfekter Auftakt. Für uns als Mannschaft auch. Wir hätten das Spiel noch besser gestalten können. Aber als Mannschaft können wir stolz darauf sein, dass wir den Gegner klar geschlagen haben“, sagte ein glücklicher Demirovic bei DAZN. Es sei nun „einiges möglich. Wir haben eine Super-Mannschaft.“

VfB-Fans feiern Ermedin Demirovic

Torjäger Demirovic brachte den VfB in der 20. Minute in Führung. Zlatko Tripic glich zwei Minuten später vor 60.000 Zuschauern für den norwegischen Meister aus, ehe erneut Demirovic zweimal nach tollen Vorlagen von Deniz Undav zuschlug (26. und 32.). Der 28-Jährige, der in der 62. Minute bei seiner Auswechslung frenetisch gefeiert wurde, ist damit der erste Spieler des VfB, dem im wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb ein Dreierpack gelang.

VfB-Coach Hoeneß sprach Matchwinner Demirovic ein „großes Lob“ aus, war mit dem Spiel seiner Mannschaft aber nicht komplett zufrieden. Es habe „Situationen gegeben, in denen wir nicht so gut aussahen. Aber wir haben verdient gewonnen. Es war ein guter Start.“

DEINE MEINUNG

Für Viking FK geht es in der Champions League am 13. Oktober mit dem Highlightspiel gegen Bayern München weiter. Stuttgart holte sich erst einmal Selbstvertrauen für die Partie in der Bundesliga am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei der TSG Hoffenheim.

Vor zwei Jahren schafften es die Stuttgarter in der Königsklasse nicht über die neue Ligaphase hinaus. Nun soll es aber klappen. „Das muss das Ziel sein“, betonte Kapitän Undav. Auch Hoeneß gab sich vor Anpfiff kämpferisch: „Wir haben vor, anzugreifen.“

Demirovic trifft nach nervösem Beginn

Nach dem 4:1 gegen den 1. FC Köln änderte der VfB-Coach sein Team auf zwei Positionen: Demirovic startete für Dzenan Pejcinovic, was sich als Glücksgriff für Hoeneß erweisen sollte, Jamie Leweling für Josha Vagnoman. Zunächst begann der VfB jedoch nervös und fand in der vom Trainerduo Morten Jensen und Bjarte Lunde Aarsheim zunächst gut eingestellten Viking-Defensive keine Lücken. Umso überraschender fiel die Stuttgarter Führung gleich mit der ersten Chance: Angelo Stiller legte quer, Demirovic schloss gedankenschnell ab.

Doch lange währte die Freude nicht: Einen Konter schloss Tripic für Stavanger, das nach 34 Jahren erst zum zweiten Mal in der Champions League spielt, eiskalt ab. Es war nicht das erste Mal, dass die VfB-Abwehr in dieser Phase unsortiert wirkte. Doch der VfB schüttelte sich kurz, erhöhte den Druck und wurde dank Demirovic belohnt. Beim 3:1 half allerdings auch Viking-Torwart Arild Östbö tatkräftig mit.

Nach dem Wechsel hatten die Schwaben trotz des Vorsprungs zunächst erneut Probleme, ehe sie sich wieder fingen. Ohne Demirovic, den Pejcinovic ersetzte, fehlte aber vorne die Durchschlagskraft, um frühzeitig alles klar zu machen.