Spanien-Coach: „Wir waren die Opfer“
Hier brennen Paredes komplett die Sicherungen durch
Spaniens Nationaltrainer Luis de La Fuente möchte nicht, dass die Ereignisse nach dem WM-Finalsieg über Argentinien die eigenen sportlichen Leistungen überschatten. Seine Schützlinge seien laut ihm nur die Opfer der Auseinandersetzung gewesen.
Luis de la Fuente hat mit einem deutlichen Statement auf die Strafen für die unsportlichen Vorfälle nach dem WM-Finale reagiert. Wie der spanische Nationaltrainer am Montag in der Sendung 25 horas von Radio Nacional de España betonte, seien seine Spieler die Leidtragenden der Ereignisse nach dem Abpfiff des Endspiels gewesen.
„Was man nicht zulassen darf, ist dieses Bild vor mehr als zwei Milliarden Menschen. Aber das Wichtigste ist, dass unsere Spieler die Opfer waren. Niemand hatte mit irgendeiner dieser Auseinandersetzungen etwas zu tun – sie waren Opfer und in der Tat die Benachteiligten in all diesen Situationen“, erklärte der Nationaltrainer.
FIFA verhängt Sperren gegen einen Spanier und vier Argentinier
Am vergangenen Freitag hatte die FIFA-Disziplinarkommission Sanktionen gegen die Spieler ausgesprochen, die an der körperlichen Auseinandersetzung nach dem WM-Finale beteiligt waren. Dabei traf es mit Gavi auch einen spanischen Spieler, der jedoch nur eine Sperre für ein Spiel und eine Geldstrafe von 30.000 US-Dollar kassierte.
Bei den Argentiniern kamen insbesondere Leandro Paredes (zehn Spiele Sperre + 90.000 US-Dollar) und Nahuel Molina (sieben Spiele Sperre + 90.000 US-Dollar) weniger glimpflich davon. Molina hatte Rodri mit der Faust gegen die Brust geschlagen, während Paredes Eric Garcia am Hals packte und Gavi im Gesicht traf. Zudem erhielten Thiago Almada und Assistenztrainer Roberto Ayala Strafen.
Spanien-Coach de la Fuente erinnert an Vorbildfunktion
Nach Ansicht von de la Fuente sei es wichtig, dass derartige „unerträgliche und inakzeptable“ Vorfälle deutlich „sichtbar gemacht“ werden, damit sie sich nicht „wiederholen“. Schließlich müsse man auch für die Jugend „ein Beispiel sein und Werte vermitteln“.
Auf Seiten der Argentinier scheint sich Einsicht breit gemacht zu haben. So berichtete de la Fuente, dass er „Entschuldigungsbotschaften“ vom argentinischen Nationaltrainer Lionel Scaloni und von einigen Spielern erhalten hatte.
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Spanien hatte sich im WM-Endspiel in New York mit 1:0 nach Verlängerung durchgesetzt, woraufhin Teile der argentinischen Mannschaft die Sicherungen durchbrannten und die Auseinandersetzungen ihren Lauf nahmen.