Bundeskanzler Friedrich Merz hatte direkt nach dem WM-Debakel gegen Paraguay vorgelegt, vier Tage später zog FIFA-Präsident Gianni Infantino mit einem skurril anmutenden Post zum deutschen Aus bei der Weltmeisterschaft nach.
Am Freitag schickte der Schweizer via Instagram eine Botschaft an das DFB-Team, das schon in der Nacht auf Dienstag mit 4:5 nach Elfmeterschießen an Paraguay gescheitert war.
WM 2026: Infantino sah „unvergessliche Leistungen“ beim DFB Team
„Vielen Dank, DFB-Team. Der viermalige Weltmeister setzte sich in einer stark besetzten Gruppe durch und sorgte mit unvergesslichen Leistungen und dramatischen Momenten dafür, dass diese FIFA Fußball-Weltmeisterschaft noch besonderer wurde“, stand in Infantinos Post, der außerdem eine Slideshow mehrerer Bilder Deutschlands bei der WM umfasste.
„Eure Reise endete zwar in einem packenden Elfmeterschießen, doch es war uns eine Ehre, euch als Teil dieser FIFA Fußball-Weltmeisterschaft dabei zu haben“, bedankte sich der FIFA-Boss außerdem.
Spott und Merz-Vergleich für Infantino
Während unter Infantinos Post nur ein klatschender Kommentar des offiziellen WM-Accounts zu finden ist (andere Accounts können nicht kommentieren), sorgen seine Ausführungen überall sonst in den sozialen Medien vor allem für Stirnrunzeln.
So machten sich viele User nach dem enttäuschenden Turnierverlauf über Formulierungen wie „unvergessliche Leistungen“ lustig und verglichen die Nachricht mit dem Merz-Tweet kurz nach dem deutschen Aus.
„Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel!“, hatte der Account des CDU-Politikers bei X verlauten lassen: „Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch.“
Omid Nouripour, Ex-Grünen-Chef und amtierender Vizepräsident des Bundestages, reagierte darauf in der Sendung WM Aktuell auf SPORT1 verärgert und sagte: „Es war ein Kackspiel. Ich weiß gar nicht, was ich sonst sagen soll. Ich lag erstmal eine halbe Stunde auf dem Boden und habe mich dann auf die Couch gesetzt. Bis ich auf die Uhr guckte, war es vier Uhr morgens. Ich war einfach in Schockstarre und dann kommt: ‚Was für ein Spiel‘.“