Ex-Weltmeister Bastian Schweinsteiger hat in der Debatte um die Zukunft von Bundestrainer Julian Nagelsmann zur Geduld gemahnt – zugleich aber laut über Alternativen nachgedacht.
„Julian ist der Bundestrainer – das gilt es zu respektieren. Solange das so ist, sollte man nicht über Jürgen Klopp oder andere Namen sprechen“, erklärte Schweinsteiger im Gespräch in der ARD.
Obwohl der 41-Jährige nicht über mögliche Nachfolger von Nagelsmann sprechen wollte, kam er zu folgendem Schluss: „Jürgen Klopp ist natürlich ein exzellenter Trainer, der auch den Wunsch hat, mal Bundestrainer zu werden. Ich glaube, dass er in den engeren Kreis kommen würde, falls Julian Nagelsmann nicht mehr Bundestrainer sein sollte.“
Klopp weicht Bundestrainer-Frage aus
„Natürlich habe ich ’ne Haltung und eine Meinung dazu. Aber das kann heute Abend nicht mein Thema sein“, sagte der 59-Jährige einige Stunden nach dem blamablen Aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale gegen Paraguay (3:4 i.E.) bei MagentaTV.
Während Nagelsmann seine Bereitschaft zeigte, weiterzumachen, ließen DFB-Präsident Bernd Neuendorf und DFB-Sportdirektor Rudi Völler die Zukunft des 38-Jährigen zunächst offen.
Schweinsteiger moniert Passspiel
Das frühe WM-Aus der deutschen Mannschaft machte Schweinsteiger indes an fehlender spielerischer Qualität fest.
„Das Passspiel war nicht sauber. Es fehlte die Kreativität, die man bei einer Weltmeisterschaft braucht. Dadurch ist es schwer, sich Torchancen herauszuspielen. Gerade gegen Mannschaften, die sehr tief stehen“, sagte der frühere DFB-Star.
Die physische Komponente habe „eine Rolle gespielt gegen Mannschaften wie die Elfenbeinküste, Ecuador und Paraguay. Dadurch brauchst du das fußballerische Element noch mehr – und wenn du es nicht hast, dann wird es schwer.“