Wirbel um Jude Bellingham! Der Mittelfeldspieler lieferte sich bei Englands 0:0 im zweiten WM-Gruppenspiel gegen Ghana eine hitzige Auseinandersetzung mit dem gegnerischen Nationaltrainer Carlos Queiroz.

Kurz vor der Pause war Bellingham hart im Zweikampf gegen Jerome Opoku vorgegangen. Als dann der Halbzeitpfiff ertönte, legte sich der Real-Star mit dem ghanaischen Trainerstab an. Daraufhin entbrannte ein wildes Wortgefecht zwischen beiden Seiten, Bellingham musste von seinem Teamkollegen Morgan Rogers zurückgehalten werden.

Morgan Rogers versuchte, Jude Bellingham zu beruhigen
Morgan Rogers versuchte, Jude Bellingham zu beruhigenMorgan Rogers versuchte, Jude Bellingham zu beruhigen© IMAGO/APL

Nach der Partie erhob Queiroz Vorwürfe gegen den Engländer. „Er hat unangemessen mit Schimpfwörtern reagiert, weshalb es zu dieser Geschichte kam“, stellte der 73-Jährige klar.

WM: Tuchel bleibt gelassen nach Bellingham-Vorfall

Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel ordnete den Vorfall gelassener ein: „Es war ein emotionaler Schlagabtausch, und Jude hat für sich und seine Mannschaft eingestanden.“

Emotionen seien Teil des Spiels, fuhr der Coach fort, „aber wir wollen uns nicht von Dingen ablenken lassen, die uns ablenken könnten“.

Konsequenzen hatte der Zwischenfall nicht. Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten sich die Gemüter bereits wieder beruhigt.

Auch Bellingham bezieht Stellung

Auch Bellingham selbst bemühte sich, den Vorfall herunterzuspielen. „Ehrlich gesagt war es einfach nur ein dummer Tackling-Versuch“, schilderte der 22-Jährige: „Ich habe versucht, den Ball zu erobern, bin dabei aber zu weit gegangen und habe den Spieler getroffen. Ich habe danach mit ihm gesprochen, und dann ist ihre Bank aufgesprungen.“

Nachdem der sonst so treffsichere Harry Kane kurz vor Schluss eine Großchance vergeben hatte, kam England gegen Ghana nicht über ein torloses Remis hinaus. Dennoch haben sowohl die Three Lions als Tabellenführer der Gruppe L als auch die Black Stars mit vier Punkten weiterhin gute Chancen aufs Weiterkommen.