Die NFL hat den Super Bowl LXIV nach Nashville vergeben. Die Teambesitzer stimmten am Dienstag bei einem Meeting dafür, dass das Endspiel 2030 im neuen Nissan Stadium der Tennessee Titans steigt. Die NFL bestätigte die Entscheidung offiziell. Für den Bundesstaat Tennessee ist es die Premiere auf der größten NFL-Bühne.
Super Bowl in Nashville
Schon im April hatte TV-Veteran Dan Patrick berichtet, der Zuschlag für 2030 sei praktisch fix. Nun ist es offiziell – und der Blick auf die nächsten Austragungsorte geschärft. Nach 2027 in Inglewood, 2028 in Atlanta und 2029 in Las Vegas ist dann Nashville an der Reihe.
Die Titans sollen ab 2027 in der neuen Arena spielen. Das Stadion wird vollständig überdacht – ein Bruch mit dem bisherigen, offenen Nissan Stadium. Möglich macht das auch viel öffentliches Geld: 2022 stellte Tennessee 500 Millionen US-Dollar bereit, im April 2023 winkte der Stadtrat Anleihen über 760 Millionen US-Dollar durch.
Goodell: „Die Bühne fehlte“
Schon im November 2025 hatte Commissioner Roger Goodell Nashville als „Super Bowl ready“ bezeichnet. Gleichzeitig machte er klar, warum die Vergabe bislang warten musste. „Das Einzige, was fehlt, ist die Bühne. Und ich glaube, jetzt baut ihr eine großartige Bühne“, sagte Goodell damals.
Ein zentrales Argument hinter dem Neubau: Nashville will mit dem Stadion auch bei Mega-Events wie College-Football-Playoffs und Final-Four-Turnieren punkten. Für den Super Bowl kündigte Goodell ein „unvergessliches“ Event an. Titans-Besitzerin Amy Adams Strunk versprach, die Welt werde „Energie, Gastfreundschaft und Kultur“ der Stadt erleben.