Die Teilnahme der iranischen Nationalmannschaft an der Fußball-WM 2026 in Nordamerika nimmt konkrete Formen an. FIFA-Generalsekretär Mattias Grafström hat ein Treffen mit dem iranischen Verband in Istanbul als „sehr konstruktiv“ bezeichnet. Im Mittelpunkt der Gespräche standen organisatorische Fragen rund um die Einreise und den Ablauf des Turniers in den USA, Mexiko und Kanada.

Die FIFA arbeite „eng zusammen“ mit dem iranischen Verband und freue sich darauf, das „Team Melli“ bei der Weltmeisterschaft zu begrüßen, erklärte Grafström in einer Mitteilung des Weltverbandes. Auch Irans Verbandspräsident Mehdi Taj sprach nach dem Treffen am Sitz des türkischen Fußballverbandes von positiven Gesprächen.

„Jede Partei konnte ihre Bedenken äußern und gleichzeitig das gemeinsame Engagement bekräftigen, die Teilnahme des Team Melli an der Weltmeisterschaft sicherzustellen“, sagte Taj.

WM 2026: Wohl noch keine Einreisegenehmigung

Hintergrund sind weiterhin offene Visa-Fragen für die iranische Auswahl, nachdem Taj noch am Donnerstag erklärt hatte, dass bislang keine Einreisegenehmigungen ausgestellt worden seien. Die Formalitäten sollen nun in der Türkei abgeschlossen werden.

Die iranische Nationalmannschaft reist am Montag zu einem Trainingslager nach Antalya und will dort zwei Testspiele absolvieren. Bestätigt ist bislang allerdings nur eine Partie gegen Gambia am 29. Mai. Der viermalige WM-Teilnehmer schlägt sein Quartier während des Turniers in Tucson im US-Bundesstaat Arizona auf. Zum Auftakt der Gruppenphase trifft Iran am 15. Juni in Los Angeles auf Neuseeland, anschließend warten Belgien und Ägypten.