Der VfB Stuttgart hat am letzten Spieltag der Bundesliga vom Patzer der Konkurrenz profitiert und die Qualifikation für die Champions League perfekt gemacht.

Trotz des 2:2 (2:0) am letzten Spieltag bei Eintracht Frankfurt sicherten die Schwaben im Fernduell mit der TSG Hoffenheim (0:4 bei Borussia Mönchengladbach) den begehrten vierten Tabellenplatz. Die Schwaben kehren nach nur einem Jahr Abstinenz in die Königsklasse zurück.

Der VfB Stuttgart spielt kommende Saison in der Champions League
Der VfB Stuttgart spielt kommende Saison in der Champions LeagueDer VfB Stuttgart spielt kommende Saison in der Champions League© IMAGO/Eibner

Burkardts Doppelpack reicht nicht

Chema Andrés (10.) per Kopf und Nikolas Nartey (45.+4) trafen für Stuttgart, der eingewechselte Jonathan Burkardt (72., Foulelfmeter und 90.+2, Handelfmeter) glich für Frankfurt aus.

Die Eintracht steht trotz des Punktgewinns am Ende einer ernüchternden Spielzeit enttäuscht da. Erstmals seit der Saison 2020/21 spielt die Eintracht im kommenden Jahr nicht international.

Umbruch in Frankfurt: Riera muss gehen

Während sich die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß mit dem DFB-Pokalfinale gegen Bayern München am 23. Mai in Berlin auf ein weiteres Highlight freut, steht bei den Frankfurtern der nächste Umbruch bevor: Der Verein wird die Zusammenarbeit mit Trainer Albert Riera nach der Saison nach SPORT1-Informationen beenden.

Ganz anders sah die Gefühlslage natürlich bei Stuttgart-Coach Sebastian Hoeneß aus. Nach kurzer Ernüchterung über den späten Ausgleich gab er sein „Go“ für die Kabinenparty: „Die Box ist schon laut in der Kabine. Wenn es heute kein Go gibt, wann dann?“

„Die Jungs haben einfach eine überragende Saison gespielt. Jetzt haben wir dieses Spiel gegen die Bayern mit der Champions League im Rücken“, gab er jedoch auch schon den Ausblick auf das DFB-Pokalfinale kommenden Samstag.

Der Einsatz von Pyrotechnik und zahlreichen Raketen durch die Eintracht-Fans verzögerte den Anpfiff um sechs Minuten. Als der Ball dann rollte verbuchte Stuttgart die erste gute Chance durch Chris Führich (8.). Kurz darauf stand Chema bei einer Ecke völlig frei und nickte aus kurzer Distanz ein. Auch die Eintracht bekam ihre Chance, Can Uzun scheiterte an Alexander Nübel (22.).

Galgenhumor in Frankfurt – Applaus für Chandler

Ansonsten plätscherte das Spiel mit wenig Höhepunkten vor sich hin – bis Nartey Sekunden vor dem Pausenpfiff erhöhte. Die Eintracht-Fans reagierten mit Galgenhumor und sangen: „Die SGE ist wieder da“. Die Realität aber blieb trotz der Treffer von Burkardt eine andere.

Kurz vor Schluss wurde dann noch Eintracht-Kult-Profi Timothy Chandler unter tosendem Applaus der Heimfans eingewechselt. Es waren seine ersten Pflichtspielminuten in dieser Saison.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)