Irres Drama am letzten Spieltag der 3. Liga! Nach einem wahnsinnigen Ende schnappte sich Rot-Weiss Essen durch ein ganz spätes 3:2 (2:2) beim bereits zuvor feststehenden Absteiger SSV Ulm den Relegationsplatz. Ben Hüning erzielte den Siegtreffer der Gäste in der Nachspielzeit.
„Ich weiß gerade gar nicht, was ich sagen soll. Was hier gerade die letzten fünf Minuten los war ist unglaublich. Wir haben jetzt noch zwei Spiele und können es wirklich schaffen. Ich weiß nicht gegen wen es geht, aber es werden brutal schwere Spiele“, analysierte Doppeltorschütze Torben Müsel bei MagentaSport.
Essen spielt am 22. und 26. Mai gegen den Drittletzten der 2. Liga. Vor dem letzten Spieltag am Sonntag steht dort Arminia Bielefeld. Zwischenzeitlich drohte RWE nach drei Niederlagen in Folge den Aufstieg komplett aus den Augen zu verlieren. Das Team von Uwe Koschinat kämpfte sich allerdings zurück und darf dank Hüning das erste Mal seit 20 Jahren wieder von Liga zwei träumen.„Die Hoffnung war immer da, wir haben immer dran geglaubt. Man hat es heute gesehen, wie wir nach dem Rückstand zurückgekommen sind. Das muss uns beflügeln“, sagte Müsel mit Blick auf die beiden Partien.
3. Liga: MSV großer Verlierer
Großer Verlierer dagegen war der MSV Duisburg, der durch den Sieg der Essener auf den vierten Platz abrutschte. Der Aufsteiger musste sich mit einem 1:1 (0:0) gegen Viktoria Köln begnügen. Drittliga-Meister Osnabrück gewann zum Abschluss beim VfB Stuttgart II mit 4:3 (2:0).
„Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Unfassbar. Da fehlen einem so ein bisschen die Worte. Ich will mich einfach bei den Fans bedanken für die herausragende Unterstützung, die haben uns wirklich getragen. Heute tut es brutal weh, aber wir werden aufstehen“, erklärte Duisburgs Can Coskun bei MagentaSport.
Energie Cottbus ist nach zwölf Jahren wieder in die 2. Fußball-Bundesliga zurückgekehrt. Durch ein 1:0 (1:0) bei Jahn Regensburg machte die Mannschaft von Claus-Dieter Wollitz am 38. Spieltag den Aufstieg perfekt. 2014 war Energie letztmals aus der 2. Liga abgestiegen, von 2016 bis 2018 sowie von 2019 bis 2024 hatte Cottbus sogar in der viertklassigen Regionalliga gespielt.
Cottbus steigt auf: „Haben es geschafft“
„Ich kann es nicht in Worte fassen. Ich gönne es diesen Menschen hier. Es ist unglaublich, was wir gemacht haben, die gesamte Saison über. Der Verein, die Mannschaft, die Fans zusammen. Das ist unbeschreiblich. Jetzt lass uns ab nach Cotttbus und dann brennen wir Cottbus ab“, freute sich Präsident Sebastian Lemke bei MagentaSport: „Wir haben Rückschläge hingenommen, daraus gelernt und die richtigen Schlüsse gezogen. Das macht uns unheimlich einzigartig.“
Tolgay Cigerci, der als Spieler der Saison ausgezeichnet wurde, sagte bei MagentaSport „Wir haben die ganze Saison gearbeitet genau für diesen Moment. Wir haben vielleicht nicht den besten Fußball gespielt wie sonst, aber alles scheißegal heute. Wir haben es geschafft, wir sind in der zweiten Liga“
In Regensburg brachte Jannis Boziaris (28.) die Cottbuser im ersten Durchgang mit einem sehenswerten Fernschuss auf Kurs Richtung 2. Liga. Torhüter Marius Funk parierte in der Nachspielzeit einen Foulelfmeter des Regensburgers Florian Dietz. Vor Cottbus hatte sich bereits der VfL Osnabrück den Aufstieg gesichert.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)