Vier Teams, drei Spiele und Europas Tischtennis-Krone: Am Wochenende steigt das Champions-League-Final-Four in Saarbrücken – und mit Titelverteidiger 1. FC Saarbrücken TT und Rekordtitelträger Borussia Düsseldorf kämpfen einmal mehr Deutschlands Aushängeschilder um den Titel in der Königsklasse.

Allen voran Saarbrücken hat mit seinen Topspielern Fan Zhendong, Truls Möregardh, Patrick Franziska und Darko Jorgic gute Chancen, den Titel erfolgreich zu verteidigen. Bei seiner Final-Four-Premiere dürfte vor allem der chinesische Ausnahmespieler Fan im Mittelpunkt stehen. „Ich glaube, dieses Jahr ist es durch seine erstmalige Teilnahme erst recht etwas Besonderes“, sagte Düsseldorfs Nationalspieler Dang Qiu im Vorfeld.

Auch persönlich birgt das Wochenende für den Chinesen Fan eine spezielle Brisanz: In einem möglichen Finale gegen Düsseldorf würde er gegen seinen künftigen Verein spielen. Ab der kommenden Saison steht er für den sechsmaligen Champion aus dem Rheinland an der Platte.

Saarbrücken und Dortmund gefordert

Die Konstellation ist nicht unwahrscheinlich: In den vorigen drei Endspielen setzten sich jeweils die Saarländer durch. In der vergangenen Saison gab es beim letzten internationalen Auftritt der deutschen Tischtennis-Legende Timo Boll im Trikot von Düsseldorf am Ende einen 3:1-Erfolg.

Zunächst bekommt es der FCS zum Auftakt am Samstag (12.30 Uhr) jedoch mit dem KS Bogoria Grodzisk Mazowiecki (Polen) zu tun. Düsseldorf trifft anschließend (16.00 Uhr/beide Dyn) auf Alliance Nimes/Montpellier (Frankreich) mit den Stars Félix und Alexis Lebrun.

Ein schweres Los vor der anvisierten Finalrevanche – das weiß auch Borussia-Trainer Danny Heister: „Letztes Jahr haben wir gewonnen, aber die Lebrun-Brüder sind noch stärker geworden. Da müssen wir uns wirklich etwas einfallen lassen und unser bestes Tischtennis spielen.“