Deutschland bekommt womöglich weitere namhafte Konkurrenz im Werben um Olympische und Paralympische Sommerspiele. Die britische Regierung kündigte am Mittwoch an, Gespräche über die Unterstützung potenzieller Bewerbungen um Sport-Großereignisse in den 2040er-Jahren aufzunehmen. Dabei gehe es konkret auch um Olympia.

In Untersuchungen sollen zunächst Faktoren wie potenzielle Kosten, sozioökonomischer Nutzen und Erfolgsaussichten geprüft werden. Großbritannien war bislang dreimal Gastgeber von Sommerspielen, diese fanden jeweils in London statt (1908, 1948, 2012).

Das Londoner Olympiastadion
Das Londoner OlympiastadionDas Londoner Olympiastadion© picture-alliance/PA Wire/SID/Anna Gowthorpe

Deutschland: Olympia-Städterennen vor Entscheidung

Deutschland ist beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) bereits offizieller Bewerber um die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Welche Stadt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) letztlich ins Rennen schickt, wird am 26. September bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in Baden-Baden entschieden. Nationale Bewerber sind Berlin, München, Hamburg und Köln/Rhein-Ruhr.

Der DOSB betont stets, dann bereit sein zu wollen, wenn Europa beim IOC wieder gefragt ist. Offizielle Konkurrenten aus Europa sind bislang Budapest und Istanbul.

Die nächsten Editionen der Olympischen Sommerspiele finden 2028 in der US-Metropole Los Angeles sowie 2032 in Brisbane/Australien statt. In Großbritannien steht ein Großereignis bereits bevor: Die Endrunde der Fußball-EM 2028 findet in England, Schottland, Wales und im Nachbarland Irland statt.