US-Präsident Donald Trump hat sich als Fußballexperte versucht und über die sportlichen Chancen der iranischen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM 2026 gesprochen. Wirklich viel traute der 79-Jährige dem Iran dabei nicht zu.

„Haben sie wirklich eine gute Mannschaft? Das ist schwer zu glauben, ehrlich gesagt, aber ich denke, wir sollten sie spielen lassen“, erklärte Trump gegenüber Reportern im Oval Office. Erst, wenn der Iran die Weltmeisterschaft gewinnen sollte, müsse man sich „darüber Gedanken machen“, witzelte Trump weiter, sichtlich nicht überzeugt von diesem Szenario.

Donald Trump glaubt nicht an eine erfolgreiche WM des Iran
Donald Trump glaubt nicht an eine erfolgreiche WM des IranDonald Trump glaubt nicht an eine erfolgreiche WM des Iran© IMAGO/ZUMA Press

Irans WM-Teilnahme: „Macht, was ihr wollt“

Die Teilnahme des Landes, gegen das die USA gemeinsam mit Israel seit Ende Februar Krieg führt, galt in Anbetracht der politischen Lage lange als ungewiss. Sogar die mögliche Ersetzung des Irans durch die italienische Nationalmannschaft wurde immer wieder ins Spiel gebracht.

Doch FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte am Rande des FIFA-Kongresses am Donnerstag letzte Zweifel aus dem Weg geräumt: Es sei „unmissverständlich, dass Iran selbstverständlich an der Weltmeisterschaft 2026 teilnehmen wird“.

Damit ist nun auch der US-Präsident offenbar zufrieden: „Wenn Gianni das sagt, ist alles in Ordnung.“ Er habe zu Infantino bezüglich einer WM-Teilnahme Irans gesagt: „Macht, was ihr wollt. Ihr könnt sie haben. Ihr müsst sie aber nicht haben.“

WM: Iran mit Spielen in Los Angeles und Seattle

Das Verhältnis der beiden gilt als äußerst freundschaftlich, nicht zuletzt, nachdem Infantino Trump im vergangenen Jahr am Rande der WM-Auslosung den neu geschaffenen FIFA-Friedenspreis verlieh. Wenige Wochen später griff die US-Regierung um Preisträger Trump dann den Iran an.

Die Vereinigten Staaten sind bei der WM gemeinsam mit Kanada und Mexiko Co-Gastgeber. Alle drei Gruppenspiele des Irans finden auf US-amerikanischem Boden statt: Am 16. Juni trifft „Team Melli“ in Los Angeles auf Neuseeland, fünf Tage später folgt ebendort das Duell gegen Belgien.

Am 27. Juni geht es in Seattle dann zum Abschluss der Gruppe G noch gegen Ägypten. Ihr WM-Quartier soll die iranische Nationalmannschaft in Tucson/Arizona aufschlagen.