Nur knapp hat das deutsche Rad-Ass Florian Lipowitz am Mittwoch den Sieg auf der ersten Etappe der Tour de Romandie verpasst. Im Zielsprint musste sich der gebürtige Laichinger nur Dominator Tadej Pogacar geschlagen geben.

Anschließend konnte sich der slowenische Superstar eine Spitze gegen den Deutschen nicht verkneifen und kritisierte dessen Führungsarbeit in der Ausreißergruppe.

Tadej Pogacar (r.) und Florian Lipowitz (l.) waren bei der Tour de France oftmals enge Wegbegleiter auf der Strecke
Tadej Pogacar (r.) und Florian Lipowitz (l.) waren bei der Tour de France oftmals enge Wegbegleiter auf der StreckeTadej Pogacar (r.) und Florian Lipowitz (l.) waren bei der Tour de France oftmals enge Wegbegleiter auf der Strecke© IMAGO/MAXPPP

Radsport: Pogacar lässt Lipowitz außenvor

In einer vierköpfigen Ausreißergruppe rollten Pogacar und Lipowitz gemeinsam mit den jungen Kontrahenten Lenny Martinez (Spanien) und Jörgen Nordhagen (Norwegen) dem Ziel auf der ersten Etappe der Romandie-Rundfahrt entgegen.

Während sich die junge Konkurrenz neben dem viermaligen Tour-de-France-Gewinner aus Slowenien an der Führungsarbeit beteiligte, hielt sich Lipowitz im Hintergrund und sparte Kräfte. Das missfiel dem Superstar.

„Ich war froh, mit zwei jungen, eifrigen Fahrern unterwegs zu sein, die sich mit mir die Führungsarbeit geteilt haben. Sie haben einen super Job gemacht und waren sehr stark“, sagte Pogacar nach dem Rennen.

Tour de France: Deutsch-Slowenisches Duell vorprogrammiert?

Moment mal! Eigentlich waren bekanntlich vier Ausreißer in der Spitzengruppe. Lipowitz sparte der 27-Jährige bei seinem Lob aber offenbar aus. „Wir haben es geschafft, die Verfolgergruppe auf Distanz zu halten, auch wenn es nicht einfach war. Zu dritt ist es immer schwierig, besonders wenn ein vierter Fahrer nicht mitarbeitet“, kritisierte der amtierende Tour-Gewinner seinen Podiumsnachbarn aus dem Jahr 2025.

Bereits am Donnerstag könnten die beiden Rad-Stars es wieder miteinander zu tun bekommen, wenn die zweite Etappe der Rundfahrt in der Westschweiz von Rue nach Vucherens auf dem Programm steht.

Das Saisonhighlight der Rad-Profis, in dem sich vermutlich die beiden Top-Stars nochmals öfter begegnen werden, wartet am 4. Juli, wenn in Barcelona die erste Etappe der 113. Tour de France eröffnet wird.