Die Eisbären Berlin müssen im vierten Playoff-Finale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen die Adler Mannheim auf jeden Fall auf ihren Kapitän Kai Wissmann verzichten.
Wie die Liga am Mittwochnachmittag mitteilte, hat der Verteidiger nach seinem Check gegen den Kopf seines Gegenspielers Maximilian Heim beim 5:1 am Dienstag eine Sperre von drei Spielen erhalten.
Disziplinarausschuss trag Entscheidung
Wissmann hatte für sein Einsteigen gegen Wissmann eine Spieldauer-Disziplinarstrafe bekommen – die zweite der Serie.
Weil der DEL-Disziplinarausschuss nach Wissmanns Bandencheck gegen Leon Gawanke im ersten Finale keine Sperre aussprach, greift mit der zweiten großen Strafe laut Liga-Angaben eine automatische Sperre für ein Spiel. Nun entschied sich der Disziplinarausschuss unter Leitung des Ex-Nationalspieler Alexander Barta für eine längere Strafe.
Heim fällt mit Gehirnerschütterung aus
Wissmann hatte Heim bereits nach 21 Sekunden mit der Schulter am Kopf getroffen. Der Mannheimer Stürmer blieb benommen liegen und konnte nach längerer Behandlung nur noch zweimal kurz auf das Eis zurückkehren. Am Mittwoch verkündeten die Adler, dass er eine Gehirnerschütterung erlitten habe und deshalb „bis auf Weiteres“ ausfalle.
Erst im siebten und letzten Spiel, so es denn stattfindet, dürfte Wissmann wieder für sein Team auf dem Eis stehen. Die Eisbären führen in der Finalserie bereits mit 3:0 und könnten mit einem weiteren Sieg am Donnerstag (19.30 Uhr/MagentaSport) in eigener Halle ihren zwölften Titelgewinn perfekt machen.