Wie steht es um die Zukunft von José Mourinho? Der portugiesische Star-Trainer, der bei Benfica Lissabon an der Seitenlinie steht, durchlebt momentan durchaus turbulente Wochen, die nun in einem kuriosen Szenario – und gar einem spektakulären Abschied – enden könnten.

Denn Benfica wartet nach 30 Spielen in der Liga noch immer auf die erste Saisonniederlage und holte bereits 72 Punkte (spielte allerdings bereits neunmal remis). Nützen könnte das alles aber herzlich wenig – denn der FC Porto steht mit 79 Punkten, inklusive einer Niederlage, an der Tabellenspitze und lässt Benfica nur den zweiten Rang – und selbst dieser ist keineswegs sicher.

José Mourinho ist nach wie vor als neuer Real-Madrid-Trainer im Gespräch
José Mourinho ist nach wie vor als neuer Real-Madrid-Trainer im GesprächJosé Mourinho ist nach wie vor als neuer Real-Madrid-Trainer im Gespräch© IMAGO/Action Plus

Benfica könnte ungeschlagen Dritter werden

Denn Stadtrivale Sporting sitzt Mourinhos Mannschaft mit 71 Punkten im Nacken und hat noch eine Partie in der Hinterhand – bei noch vier ausstehenden Saisonspielen ist es also wahrscheinlicher, dass das ungeschlagene Benfica die Champions League verpassen könnte als tatsächlich noch Meister zu werden. Ein höchst seltenes Szenario, das Benfica unter anderem bereits in der Saison 1977/78 erlebte, als sich ebenfalls Porto die Meisterschaft schnappte.

Platz drei in der Tabelle würde nun hingegen nur zur Teilnahme an der Europa League in der kommenden Saison berechtigen. Ob Mourinho dann noch in Lissabon sein wird? Unklar, denn zuletzt mehrten sich die Gerüchte, dass der selbsternannte „Special One“ ab Sommer eine ganz andere Aufgabe übernehmen könnte: Mourinho ist als Nachfolger von Álvaro Arbeloa bei Real Madrid im Gespräch. Der Vertrag des Portugiesen in Lissabon läuft zwar noch bis 2027, enthält aber eine spezielle Ausstiegsklausel.

Mourinho zu Real? „Ich habe gesagt, was ich sagen wollte“

Diese würde ihm im Falle eines Angebots aus Madrid einen ablösefreien Wechsel ermöglichen. Doch kommt es tatsächlich so weit? „Wenn die Saison endet, haben wir zehn Tage Zeit, um zu entscheiden, ob wir weitermachen oder getrennte Wege gehen. Ich habe gesagt, was ich sagen wollte. Ich habe schon genug gesagt – vielleicht mehr als genug“, erklärte Mourinho am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem Ligaspiel gegen den FC Moreirense die Ausgangslage.

Anfang des Monats hatte Mourinho verlauten lassen, sich einen Verbleib über den Sommer hinaus bei Benfica vorstellen zu können, betonte jedoch auch, dass seine Zukunft „von den Wünschen des Vereins“ abhängig sei. Im Februar hatte er Spekulationen noch entschieden zurückgewiesen und betont, es gebe „nichts mit Real Madrid“. 

Star-Trainer gibt sich zurückhaltend

Ein klares Dementi zu den Gerüchten vermeidet der 63-Jährige aber seither, er könne „nicht garantieren, was passieren wird“, sagte Mourinho in der Vorwoche nach dem 2:1-Derbysieg gegen Sporting.

Eine Rückkehr zu den Königlichen, die Mourinho bereits von 2010 bis 2013 trainierte, scheint also nicht komplett vom Tisch, vor allem, wenn er mit Benfica trotz niederlagenfreier Saison tatsächlich die Champions League verpassen sollte.

Nach einer kurzen Stippvisite bei Fenerbahce Istanbul war Mourinho im September 2025 nach über 20 Jahren als Trainer in den portugiesischen Fußball zurückgekehrt.

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