Athleten Deutschland will Sportlerinnen und Sportler künftig gezielter beim Umgang mit den Gefahren der digitalen Welt unterstützen. Dafür geht der unabhängige Verein eine Partnerschaft mit der gemeinnützigen Organisation „HateAid“ ein.
Ziel sei es, Bundeskaderathletinnen und -athleten „gezielt vor Hass, Anfeindungen und digitaler Gewalt“ zu schützen, hieß es in einer Pressemitteilung.
Digitale Gewalt verhindern
Sportlerinnen und Sportler seien aufgrund ihrer „öffentlichen Sichtbarkeit besonders häufig Anfeindungen in Sozialen Medien und anderen digitalen Räumen ausgesetzt“, sagt Johannes Herber, Geschäftsführer von Athleten Deutschland: „Mit dieser Kooperation schaffen wir einen klaren Schutzraum: für Prävention, schnelle Hilfe und langfristige Stärkung der Betroffenen.“ HateAid soll das bereits bestehende Angebot des Vereins erweitern und künftig in schwierigen Fällen eine „spezialisierte Unterstützung“ gewährleisten.
HateAid-Geschäftsführerin Anna-Lena von Hodenberg betonte derweil, dass der Sports ein „zentraler gesellschaftlicher Bereich“ sei. „Wenn Hass und Diskriminierung online stattfinden, untergräbt das nicht nur die Werte des Sports, sondern auch die Würde der Menschen“, sagte von Hodenberg. Gemeinsam wollen die beiden Organisationen auch Informationsveranstaltungen und Workshops für Interessierte anbieten.
HateAid setzt sich seit seiner Gründung 2018 für die Beratung und Unterstützung von Betroffenen digitaler Gewalt ein. Die Organisation wird auch von der Bundesregierung gefördert.