Bayern-Cheftrainer Vincent Kompany hat untermauert, dass er im Sommer unter keinen Umständen als WM-Experte für das englische Fernsehen zur Verfügung stehen wird.

„Keine Chance. Was soll ich in meinem Urlaub als TV-Experte machen? Dann habe ich im nächsten Jahr in München keine Familie mehr. Also gar keine Chance“, sagte der Belgier am Dienstag auf der Pressekonferenz auf SPORT1-Nachfrage und musste laut lachen.

Vincent Kompany wird bei der WM nicht als TV-Experte im Einsatz sein
Vincent Kompany wird bei der WM nicht als TV-Experte im Einsatz seinVincent Kompany wird bei der WM nicht als TV-Experte im Einsatz sein© IMAGO/DeFodi Images

Zuvor hatte die britische Daily Mail berichtet, dass der Bayern-Coach mehrere Expertenangebote für die im Sommer anstehende Fußball-Weltmeisterschaft abgelehnt hat.

Laut der Zeitung war das Interesse der Übertragungssender BBC und ITV an einer Expertenrolle für den Übungsleiter des deutschen Rekordmeisters sehr groß. Für Kompany wäre dies kein unbekanntes Terrain gewesen.

Expertenrolle kein fremdes Terrain

Der 40-jährige Belgier war bereits in der Vergangenheit für die BBC und den britischen Ableger von Sky Sports tätig. Als Kompany im Jahr 2016 die Europameisterschaft mit Belgien aufgrund einer Oberschenkelverletzung verpasste, reiste er mit dem Team der BBC nach Frankreich, um seine Expertise darzulegen.

„Ich bin äußerst enttäuscht, nicht mit der belgischen Mannschaft in Frankreich zu sein, aber mit der BBC dort zu sein, wird das nächstbeste sein“, sagte er damals.

Kompany: Wortgewandheit international geschätzt

Kompanys Wortgewandtheit und seine Fähigkeiten als Kommunikator werden demnach nicht nur beim FC Bayern, sondern auch international geschätzt. Bereits in der Vergangenheit, etwa beim Rassismus-Eklat um den Argentinier Gianluca Prestianni und Vinícius Júnior im Champions-League-Spiel gegen Real Madrid, sorgte der Belgier mit einer denkwürdigen Pressekonferenz und einer langen Brandrede für beeindruckende Szenen, die weit über den deutschen Fußball hinaus wahrgenommen wurden.

Der Fokus des Meistertrainers des FC Bayern liegt dabei nicht auf einer Expertenrolle im kommenden Sommer, sondern auf dem Saisonendspurt mit den Münchnern, welchen immer noch das Triple winkt.