Die umstrittene Golfserie LIV-Tour hat Berichte über eine mögliche Finanzierungskrise zurückgewiesen. Nachdem Medien über einen möglichen Rückzug saudischer Geldgeber und das drohende Aus der Serie berichtet hatten, versicherten die Verantwortlichen Spielern und Mitarbeitern, dass die Finanzierung weiterhin gesichert sei.
„Ich möchte es ganz klar sagen: Unsere Saison läuft exakt wie geplant, ohne Unterbrechung und mit voller Kraft weiter“, schrieb Scott O’Neil, CEO von LIV Golf, in einer E-Mail an die Mitarbeiter, darunter auch die Spieler, die der Nachrichtenagentur AFP vorliegt.
Vor dem LIV-Turnier in Mexiko-Stadt gaben sich die Organisatoren nach außen hin unbeeindruckt. „Die Finanzierung und der Betrieb von LIV Golf laufen wie geplant weiter“, erklärten Quellen gegenüber der AFP und verwiesen auf eine Verdopplung der Tour-Einnahmen von 2024 bis 2025 sowie auf die jüngsten Rekordbesucherzahlen in Australien und Südafrika.
Saudischer Fonds erwägt LIV-Rückzug
In den letzten Tagen hatten sich die Gerüchte gemehrt, dass das Interesse der finanzstarken Geldgeber von LIV Golf in Riad an dem extrem teuren Projekt nachgelassen habe. Mehrere Medien, darunter die Financial Times, die New York Times und das Wall Street Journal, berichteten am Mittwoch unter Berufung auf anonyme Quellen, dass der Rückzug des fast 1 Billion US-Dollar schweren saudischen Staatsfonds unmittelbar bevorstehe. Bisher sollen angeblich über fünf Milliarden US-Dollar geflossen sein.
Die neuen Spekulationen kommen auf, nachdem der saudische Fonds am Mittwoch eine neue Fünfjahresstrategie zur Reorganisation seiner Investitionen vorgestellt hat – eine Ankündigung vor dem Hintergrund des Krieges im Nahen Osten.