Lando Norris will von einer vorzeitigen Kapitulation nichts wissen. Trotz des holprigen Starts in die Saison 2026 und der Umstellung auf das neue Reglement stellt der Brite klar: McLaren wird das aktuelle Projekt nicht zugunsten des 2027er-Autos opfern.

Der amtierende Konstrukteurs-Weltmeister gilt hinter Mercedes und Ferrari aktuell als dritte Kraft. In Suzuka führte Oscar Piastri das Rennen zeitweise an und wurde am Ende Zweiter hinter Mercedes-Youngster Kimi Antonelli. Der 19-Jährige feierte damit seinen zweiten Sieg in Folge und übernahm die WM-Führung.

Lando Norris hat den Weltmeister-Titel noch nicht abgeschrieben
Lando Norris hat den Weltmeister-Titel noch nicht abgeschriebenLando Norris hat den Weltmeister-Titel noch nicht abgeschrieben© IMAGO/NurPhoto

Norris: „Glaube nicht, dass das jemals wirklich funktioniert“

Norris, der in Japan Fünfter wurde, bleibt dennoch kämpferisch: „Auch wenn wir nicht dort gestartet sind, wo wir sein wollen, wollen wir weiter hart um die Meisterschaft kämpfen. Das ist kein Fall von Aufgeben und Fokus auf nächstes Jahr – ich glaube nicht, dass das jemals wirklich funktioniert.“

Der 26-Jährige verweist auf die Trendwenden der vergangenen Jahre. 2023 lag McLaren nach drei Rennen mit zwölf Punkten nur auf Rang fünf, fing sich aber noch und wurde Vierter der Teamwertung. 2024 folgte nach verhaltenem Beginn eine Siegesserie mit sechs Grand-Prix-Erfolgen und dem knappen Gewinn der Konstrukteurs-WM.

Piastri sieht Parallelen. In Suzuka habe man „die Grenzen unserer Erwartungen verschoben“. Ohne Safety-Car-Phase wäre man „ernsthaft im Kampf um den Sieg“ gewesen, so der Australier.

Tatsächlich führte der McLaren-Pilot das Rennen früh an.

Formel 1: Mercedes enteilt der Konkurrenz

Wie unterschiedlich Entwicklungsstrategien wirken können, zeigt der Blick zur Konkurrenz.

Red Bull forcierte 2025 bis zum Schluss das Titelduell mit Max Verstappen – und zahlt laut Teamchef Laurent Mekies nun den Preis dafür. Mercedes hingegen erwischte mit Siegen in Australien, China und Japan einen perfekten Start in die neue Ära.

Für Norris ist das kein Grund zur Panik: „Wir sind heute ein stärkeres Team als damals. Wir waren schon in dieser Situation, haben daraus gelernt – und ich vertraue darauf, dass wir es wieder schaffen.“

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