Kommt es im slowenischen Skispringen zum großen Trainer-Knall? Die Verträge der beiden Nationaltrainer Robert Hrogota (Herren-Team) und Jurij Tepes (Damen-Team) sind zum Saisonende ausgelaufen. Während im deutschen Team bereits klar ist, dass Andreas Mitter die Cheftrainer-Rolle von Stefan Horngacher übernimmt, gibt es in Slowenien noch keine offizielle Entscheidung.
Angesichts der großen Erfolge von Domen und Nika Prevc liegt eine Fortsetzung der Zusammenarbeit eigentlich nahe. Schon zuletzt hatten sowohl die Coaches als auch der Slowenische Skiverband (SZS) verlauten lassen, grundsätzlich gemeinsam weitermachen zu wollen. Nun könnte es in Bezug auf einen neuen Vertrag schnell gehen.
Trainer-Verlängerung? Sportlicher Leiter mit klarer Aussage
Gorazd Pogorelcnik, Leiter der Abteilung für Skispringen und Nordische Kombination, erklärte im Sportclub, dass eine Vertragsverlängerung „zu 90 Prozent sicher“ sei. Dies habe sich aus guten Gesprächen herauskristallisiert. Trotz der vielen Siege im letzten Winter wurden hierbei viele Dinge aber auch kritisch hinterfragt.
„Wir sitzen viel zusammen und unterhalten uns, ich würde es nicht einmal als Verhandlungen bezeichnen. Wir sprechen darüber, wie wir Dinge, die bisher vielleicht nicht optimal waren, in Zukunft noch verbessern können. Es geht nicht um finanzielle Bedingungen, sondern darum, Dinge zu ermöglichen, die uns in bestimmten Bereichen Verbesserungen bringen werden“, machte Pogorelcnik deutlich.
Nun fehlen wohl nur noch letzte Details, um die Verlängerungen unter Dach und Fach bringen zu können. „Da geht es nur noch um systemische Lösungen innerhalb dessen, was wir bereits haben. Damit wir Dinge, die bisher nicht optimal funktioniert haben, noch weiter optimieren können“. Unter anderem soll sich Damen-Trainer Tepes ein zusätzliches Mitglied im Trainerteam wünschen, das sich insbesondere um Material-Angelegenheiten kümmert.
Pogorelcnik denkt nicht an Plan B
Dass die Gespräche scheitern könnten, war für Pogorelcnik eigentlich eh nie vorstellbar. „Für mich kam die ganze Zeit nur Plan A infrage. Falls dieser nicht geklappt hätte, hätten wir über andere Optionen gesprochen. Aber solange dieser realisierbar war, habe ich gar nicht über einen Plan B nachgedacht“, führte er aus.
Ende April sollen die neuen Verträge dann unter Dach und Fach sein. „Am 21. April wird die Sache endgültig klar sein. Die Gespräche laufen so, dass beide Teams nach den Maifeiertagen normal mit den Vorbereitungen auf die Saison beginnen können“, so der Funktionär.
Prevc-Geschwister liefern überragende Saison ab
Domen Prevc konnte im abgelaufenen Winter den Gesamt-Weltcup, die Vierschanzentournee, Skiflug-WM-Gold und Olympia-Gold von der Großschanze gewinnen. Schwester Nika Prevc sicherte sich ebenfalls den Gesamt-Weltcup, erzielte einen Skiflug-Weltrekord und gewann zweimal Olympia-Silber im Einzel. Beide sicherten sich zudem mit dem slowenischen Mixed-Team Olympia-Gold.
Von den Prevc-Geschwistern abgesehen, gab es sowohl bei den slowenischen Herren als auch bei den Damen Licht und Schatten.