Im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League empfing der FC Barcelona den Ligarivalen Atlético Madrid zum dritten Duell der beiden Teams in weniger als 14 Tagen. Nach dem 2:1-Sieg am Samstag unterlag Barca in der Königsklasse mit 0:2. Vor dem Anpfiff sorgten beide Fanlager jedoch für Ärger.

Während sich der Mannschaftsbus von Atlético gerade auf der Anfahrt zum Camp Nou befand, warfen die Anhänger der Katalanen zahlreiche Gegenstände und zertrümmerten dabei zwei Fensterscheiben, wie spanische Medien übereinstimmend berichteten.

Barcelona: Fans zertrümmern Fensterscheiben am Mannschaftsbus

Bereits beim Rückspiel des Halbfinals der Copa del Rey im März wurde der Bus der Madrilenen auf ähnliche Weise attackiert. Trainer Diego Simeone äußerte sich nun zu den Vorfällen und übte dabei Kritik, die über den Fußball hinausging. „Das ist das, was man in der Gesellschaft immer wieder sieht – wir können sie nicht ändern“, meinte der Argentinier bei Movistar+.

Beim Empfang ihres eigenen Mannschaftsbusses verfielen die Barca-Fans derweil in Ekstase. Mit lautstarken Gesängen und dem großflächigen Einsatz von Pyrotechnik begrüßten die Anhänger ihr Team.

Für eine Schrecksekunde sorgte ein Absperrzaun, der unter dem Gewicht der Masse nachgab. Einige Fans gingen zwar zu Boden, ernsthafte Verletzungen soll es jedoch nicht gegeben haben.

Atlético-Fans sorgen für erneuten Rassismus-Eklat

Doch damit nicht genug, vereinzelte Fans von Atlético sorgten im Vorfeld der Partie für einen erneuten Rassismus-Eklat. In der Umgebung des Teamhotels stimmten einige der rund 2.000 Gästefans beschämende Gesänge wie: „Wer nicht springt, ist ein Muslim“ an.

Damit wiederholt sich in Spanien ein Vorfall aus der Länderspielpause. Beim Testspiel der Nationalmannschaft gegen Ägypten waren die Spanier in Barcelona mit dem gleichen Gesang aufgefallen. Sie hatten außerdem die Nationalhymne des Gegners ausgebuht.

„Als Muslim empfinde ich das als respektlos und unerträglich“, hatte Barca-Youngster Lamine Yamal im Anschluss an die Partie bei Instagram geschrieben: „Eine Religion als Spott zu benutzen, stellt euch als ignorante und rassistische Menschen dar. Fußball ist dazu da, ihn zu genießen und anzufeuern – nicht, um andere wegen dem, was sie sind oder woran sie glauben, zu beleidigen.“