Gina Schumacher, Tochter des siebenmaligen Formel‑1‑Weltmeisters Michael Schumacher, hat in einer neuen ZDF‑Dokumentation offen über die schwierige Zeit nach dem Skiunfall ihres Vaters im Jahr 2013 gesprochen.

Der Unfall, bei dem der einstige Rennfahrer ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitt und in ein künstliches Koma versetzt werden musste, prägt das Leben der Familie bis heute.

Gina Schumacher fokussierte sich nach dem einschneidenden Erlebnis noch mehr auf ihren Sport, den Westernreitsport: „Nach Papas Unfall habe ich mich da wirklich reingehangen, weil ich musste irgendwas machen“, sagte sie in der Doku „Pferdestärke – Die Welt der Gina Schumacher“.

Gina Schumacher wirft sich in den Sport

Schumacher ist eine erfolgreiche Westernreiterin, in der Disziplin Reining gehört sie zur Weltspitze: „Die Pferde waren schon immer wichtig. Aber seitdem sind sie wirklich … also ich könnte ohne Pferde nicht. Die haben mir geholfen, das alles durchzustehen“, sagte die 29-Jährige.

Die Dokumentation, die ab dem 17. April zu sehen sein wird, zeigt auch das sportliche Umfeld der Topathletin, die 2025 zwei WM‑Titel gewann.

Neben Gina kommt in der ZDF-Produktion auch ihre Mutter Corinna Schumacher – die selbst im Reitsport aktiv war – zu Wort. „Michael hat mal zu mir gesagt, da war Gina zehn: Die Gina wird viel besser sein als du.“

Gina Schumacher bei einem Wettkampf
Gina Schumacher bei einem WettkampfGina Schumacher bei einem Wettkampf© IMAGO/VISTAPRESS

Er habe erklärt: „Weil sie egoistischer ist. Wenn du Sportler bist, musst du in gewisser Weise egoistisch sein. Und das ist super. Sonst wirst du nichts. Heute denke ich: Der hat so recht gehabt.“

Die Familienranches in den USA und der Schweiz dienen in der Dokumentation als zentrale Schauplätze. Dort, so berichtet Gina Schumacher, habe sie in der belastenden Phase nach dem Unfall Stabilität gefunden. Die persönlichen Einblicke bleiben dabei selten, denn die Familie Schumacher schützt ihr Privatleben konsequent.