Die Nominierung von Antonio Rüdiger durch Bundestrainer Julian Nagelsmann hat für kontroverse Debatten gesorgt. Unmittelbar vor dem ersten Länderspiel des Kalenderjahres 2026 gegen die Schweiz (4:3) wurde Nagelsmann von RTL-Moderatorin Laura Wontorra abermals auf das Thema angesprochen und gefragt, wie er die Situation sehe.

„Das haben wir achttausendmal besprochen in 7.000 Pressekonferenzen“, antwortete der 38-Jährige, der dabei einen sichtlich genervten Eindruck machte. „Er ist ein Spieler, der sich mit seiner Rolle und mit der Nationalmannschaft extrem identifiziert“, stellte Nagelsmann bezüglich Rüdiger klar.

Bundestrainer Julian Nagelsmann hat von den Diskussionen um Antonio Rüdiger genug
Bundestrainer Julian Nagelsmann hat von den Diskussionen um Antonio Rüdiger genugBundestrainer Julian Nagelsmann hat von den Diskussionen um Antonio Rüdiger genug© IMAGO/STEINSIEK.CH

Rüdigers viel diskutierte „harte“ Spielweise kam auch Anfang März zum Vorschein, als der deutsche Nationalspieler bei der 0:1-Niederlage gegen Getafe seinen Gegenspieler Diego Rico voll im Gesicht traf.

Rüdiger „weiß, was er besser lassen soll“

Auch beim Copa-del-Rey-Finale im April 2025 zwischen Real und dem FC Barcelona sorgte Rüdiger für Aufsehen, als er den Schiedsrichter zunächst beleidigte und anschließend einen Eisbeutel in die Richtung des Unparteiischen warf. Eine Kopf-ab-Geste gegen die Fankurve von Atlético Madrid nach einem Champions-League-Duell sorgte ebenfalls für Unruhen.

„Natürlich weiß er auch, dass er eine Vorbildfunktion hat“, meinte Nagelsmann bei RTL am Freitagabend.

Vor einigen Tagen habe Rüdiger allerdings geäußert, dass er gewisse Dinge, die nicht gut ankommen, auch nicht mehr machen wolle, erläuterte der DFB-Trainer und betonte: „Er weiß schon, was er machen muss in Zukunft und was er besser lassen sollte.“

Sportlich hat Rüdiger seinen Stammplatz in der deutschen Innenverteidigung erst einmal verloren. Beim 4:3-Sieg gegen die Schweiz saß Rüdiger über die gesamte Spielzeit auf der Bank. Der Bundestrainer vertraute stattdessen Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck.