Die Schweizer Biathlon-Nationaltrainerin Sandra Flunger hat ihren Rücktritt verkündet. Nach acht erfolgreichen Jahren verlässt sie Swiss-Ski zum Ende der Saison.

„Obschon mir der Abschied schwerfällt, reifte in den vergangenen Wochen meine Überzeugung, dass neue Impulse und Reize für beide Seiten sinnvoll sind“, wurde sie in der offiziellen Mitteilung zitiert.

Flunger konnte mit den Schweizern in den letzten acht Jahren einige Erfolge verbuchen und das Team immer weiter professionalisieren. So gelang den Biathletinnen unter ihr der erste Weltcup-Podestplatz in einem Staffelrennen.

Auch den ersten Weltcup-Sieg einer Schweizer Mixed-Staffel und den ersten Erfolg in einem Weltcup-Einzelrennen hatte sie mitzuverantworten. Unter ihrer Obhut kletterte die Schweiz in der Nationenwertung von Platz neun auf Platz fünf.

Biathlon: Flungers Abschied kommt plötzlich

Nach dieser erfolgreichen Zeit zieht es Flunger nun aber weiter: „In unserem Sport wird oft in Olympia-Zyklen gedacht, also in Perioden von vier Jahren zwischen Olympischen Spielen. Für mich endet nun der zweite Olympia-Zyklus in der Schweiz; entsprechend dauert meine Tätigkeit bei Swiss-Ski bereits viel länger, als ich das zu Beginn gedacht habe.“

Wo genau die 43-Jährige ihr Talent in Zukunft einsetzen wird, ist noch nicht klar. In einigen Biathlon-Nationen laufen derzeit Überlegungen zur Neubesetzung von Trainerposten. Ein Wechsel von Flunger zu einer anderen Nation ist nicht ausgeschlossen.

Wie es im Schweizer Verband weitergeht, ist ebenfalls noch nicht geklärt. Nach der überraschenden Meldung über Flungers Rücktritt müssen sich die Verantwortlichen von Swiss-Ski neu sortieren. Was aber auf jeden Fall klar ist: Wer auch immer Flungers Tätigkeit übernehmen wird, tritt in ziemlich große Fußstapfen.