Fast vier Jahre war er weg vom Fenster, doch nun kehrt Anton Stach für die Länderspiele Ende März gegen die Schweiz und Ghana in den Kreis der deutschen Nationalmannschaft zurück.
Der 27 Jahre alte Mittelfeldspieler, der nach jeweils zwei Jahren in Mainz sowie Hoffenheim seit 2025 beim englischen Aufsteiger Leeds United herausragende Leistungen abliefert, ist zweifelsohne die größte Überraschung im DFB-Kader von Julian Nagelsmann. Dementsprechend groß war die Freude beim U21-Europameister von 2021.
Stach erstmals seit 2022 wieder im DFB-Kader
„Julian Nagelsmann hat mich angerufen“, erzählte Stach bei Sky Sport. „Ich war zu Hause und habe auf jeden Fall nicht damit gerechnet. Es war ein sehr schönes Gefühl, als er dann am Telefon war und gesagt hat, dass ich es zuletzt gut gemacht habe und dass ich die Chance bekomme, mich zu beweisen.“
Nagelsmann hatte sogleich einen Ratschlag parat, wie Stach verriet: „Ich soll mir keinen Druck machen, keinen Kopf machen – ich soll einfach spielen und Spaß haben. Das war natürlich sehr emotional. Meine Frau war auch dabei und ein guter Freund ebenfalls, deswegen war es ein sehr besonderer Moment. Vor allem, weil es so lange her ist, dass ich das letzte Mal dabei war. An dem Tag hatte ich natürlich die ganze Zeit ein Grinsen im Gesicht.“
Bislang kommt Stach auf zwei Länderspiele, das letzte bestritt er am 14. Juni 2022, als er in der Nations League beim 5:2-Sieg gegen Italien kurz vor Schluss eingewechselt wurde. Umso verblüffender ist seine jetzige Nominierung, nachdem Nagelsmann jüngst im kicker mit seinen Äußerungen zu Stach für Verwunderung gesorgt hatte.
Darum hat sich Nagelsmann für Stach statt Andrich entschieden
„Er macht es dort (bei Leeds United, Anm. d. Red.) gut, ist aber auch nicht enorm kopfballstark und auch nicht der Top-Zweikämpfer, sondern ebenfalls einer, der gerne das Spiel vor sich hat“, erklärte Nagelsmann. „Ich fand, seine Top-Position war in Hoffenheim die zentrale Rolle in der Dreierkette, von wo er auf die Sechs gekippt ist.“
Stach dürfte es egal sein – genauso wie seiner Familie rund um Vater Matthias Stach, seines Zeichens Sportjournalist und Kommentator: „Meine Familie war natürlich überglücklich, weil sie auch gemerkt haben, wie hart ich dafür gearbeitet habe. Mein Vater hat direkt ein bisschen auf die Bremse gedrückt und gesagt: Das ist schön und gut, aber jetzt ziehst du richtig durch – so nach dem Motto, dass ich jetzt angreifen soll. Natürlich haben sie gesagt, dass sie extrem stolz sind.“