Rekordsieger Real Madrid hat für das nächste Gigantenduell in der Champions League mit dem FC Bayern vorgelegt, Vinícius Júnior rächt sich für eine Fan-Provokation.
Die Königlichen schalteten Mitfavorit Manchester City im Achtelfinale mit einem 2:1 (1:1)-Sieg auf der Insel aus und wären in der Runde der letzten Acht nächster Gegner der Münchner. Diese können das ewig junge Königsklassen-Duell am Mittwoch (21.00 Uhr) nach dem 6:1 im Hinspiel gegen Atalanta Bergamo perfekt machen.
Real um Nationalspieler Antonio Rüdiger zerstörte die City-Hoffnungen auf eine Aufholjagd nach dem 0:3 in Madrid früh. Nach einem Handspiel kurz vor der Torlinie von Manchesters Kapitän Bernardo Silva, der dafür die Rote Karte sah (20.), traf Vinícius per Elfmeter (22.) und in der Nachspielzeit (90.+3).
Vinícius reagiert auf Spott-Banner
Nach seinem ersten Treffer revanchierte sich Vinícius bei den Fans von Manchester City. Diese hatten den Brasilianer im Vorjahr mit Blick auf den Ballon-d’Or-Eklat mit einem Banner verspottet.
Die Anhänger der Engländer präsentierten damals ein großes Plakat mit einem Foto, auf dem der spanische Europameister Rodri den Goldenen Ball bei der Verleihung küsst. Daneben stand eine Botschaft, mit der sich die Fans über Vinícius lustig machten: „Stop Crying Your Heart Out“, stand dort geschrieben.
Am Dienstagabend revanchierte sich Vinícius. Nach seinem ersten Treffer jubelte er mit einer Tränengeste, wohl als Anspielung auf das Banner von damals. Danach posierte er stolz an der Eckfahne. „Vinicius vergisst nicht“, titelte die Marca: „Vinis doppelte Rache: Elfmeter und Feier mit Botschaft.“
Nach dem Spiel erklärte der Brasilianer selbst bei Prime: „Als ich das letzte Mal bei ManCity war, haben sie sich über mich lustig gemacht und gesagt, ich hätte wegen des Ballon d’Or geweint. Das war eine Möglichkeit, mich den Man-City-Fans zu beweisen.“
Haaland zieht mit Müller gleich
City glich noch einmal aus, Erling Haaland (41.) zog mit seinem 57. Treffer in der Königsklasse mit Bayern-Idol Thomas Müller gleich, konnte das Aus der Elf von Starcoach Pep Guardiola aber nicht mehr verhindern.
Tore von Jeremy Doku (63.) und Rayan Ait-Nouri (78.) wurden wegen Abseits zu Recht nicht anerkannt. Im Viertelfinale (7./8. und 14./15. April) könnte es nun zum 14. K.o.-Duell zwischen Real und den Bayern kommen.
PSG lässt Chelsea keine Chance
Titelverteidiger Paris Saint-Germain löste das Ticket für die nächste Runde mit dem 3:0 (2:0) beim FC Chelsea. Das Fußball-Märchen des norwegischen Außenseiters Bodö/Glimt dagegen endete beim 0:5 (0:3, 0:1) n.V. bei Sporting Lissabon schmerzhaft.
In London trafen Chwitscha Kwarazchelia (6.), Bradley Barcola (14.) und Senny Mayulu (62.) für Paris. Der englische Nationaltrainer und frühere Chelsea-Coach Thomas Tuchel litt mit seinen Blues. Schon im Hinspiel hatte PSG mit 5:2 triumphiert, nächster Gegner ist der FC Liverpool oder Galatasaray (Hinspiel 0:1).
Sporting bekommt es mit dem FC Arsenal zu tun, der Bayer Leverkusen ausschaltete (1:1, 2:0). Der portugiesische Meister machte nach dem 0:3 in Norwegen als erst fünfte Mannschaft seit der Neugründung des Wettbewerbs 1992 einen Rückstand von drei oder mehr Toren wett.
Gonçalo Inácio (34.), Pedro Gonçalves (61.), Luis Suárez (78., Handelfmeter), Maxi Araújo (92.) und Rafael Nel (120.+1) trafen für ein Lissabon wie im Rausch. Bodö, das auf seiner wundersamen Reise City, Atlético Madrid und zweimal Inter Mailand geschlagen hatte, hatte im strömenden Regen nichts entgegenzusetzen.
—– mit Sport-Informations-Dienst (SID)