Zwar ein Abgang, aber ein Abgang mit Stil!

Bei der 151. British Open verpasste Travis Smyth mit 8 über Par nach zwei Runden den Cut, packte aber an Loch 17 einen echten Zauberschlag aus.

Nach 125 Metern landete der Ball vom Abschlag mit lediglich einem Hüpfer genau im Loch. Damit gelang dem Australier das erste Holen-in-One überhaupt an dem neu gestalteten Par3-Loch.

Zudem dürfte der 28-Jährige damit seinen Frieden mit diesem Loch gemacht haben. In Runde eins war Smyth an gleicher Stelle noch fast verzweifelt. Ein Doppelbogey stand am Ende an Loch 17 für ihn zu Buche, was maßgeblich für sein frühes Aus verantwortlich war.

„Es war unglaublich. Eigentlich ein bisschen bittersüß“, suchte Smyth daher nah seinem Zauberschlag auch nach Worten: „Am Tag zuvor hatte ich einen Schocker, machte ein Doppelbogey und war einfach nur froh, dass ich einen guten Schuss getroffen habe, weil ich vom Vortag einfach so enttäuscht war.“

Auch ein deutscher Youngster ist raus

Auch Golfprofi Yannik Paul und Amateur Tiger Christensen haben den Cut vor den Toren von Liverpool klar verpasst.

Major-Debütant Christensen schied mit 151 Schlägen auf dem geteilten 125. Rang aus, Paul spielte zwar am Freitag zwar eine gute 70, um die 77er-Runde vom Donnerstag auszugleichen, reichte es aber nicht.

Der 29-Jährige beendete das Turnier auf dem geteilten 85. Rang und verpasste den Cut um zwei Schläge. Angeführt wird das Leaderboard von Brian Harman (USA) mit 132 Schlägen.

Siem ist weiter im Rennen

Einen deutlich besseren Eindruck hinterließ Hurly Long (Heidelberg), der an seinem 28. Geburtstag wie schon am Vortag eine 72 spielte und auf dem geteilten 39. Rang (144 Schläge) den Cut schaffte.

Auch der Ratinger Marcel Siem darf am Wochenende weiter abschlagen. Nach einer 71er-Runde am Donnerstag spielte der 43-Jährige am Freitag erneut Par und beendete den Tag auf dem geteilten 25. Rang (142 Schläge).

Spitzenreiter Harman unterbot seine sehr gute 67er-Runde vom Donnerstag nochmals um zwei Schläge und genießt nun einen komfortablen Vorsprung. Er liegt fünf Schläge vor dem zweitplatzierten Lokalmatador Tommy Fleetwood (137 Schläge), der seiner 66 vom Donnerstag eine 71 folgen ließ. Auf Platz drei folgt der Österreicher Sepp Straka mit 138 Schlägen.

Topfavorit Rory McIlroy (Nordirland) hatte auf dem schwierigen Platz zu kämpfen, liegt mit 141 Schlägen auf dem geteilten zehnten Platz aber in Reichweite zu den Spitzenpositionen. Probleme offenbarte auch der Weltranglistenerste Scottie Scheffler (USA), der den Cut nach einer 75er-Runde auf dem geteilten 60. Rang hauchdünn schaffte.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)