Heftige Sperre in der NBA: Bobby Portis von Milwaukee Bucks ist wegen einer Missachtung der ligainternen Doping-Richtlinien für 25 Spiele suspendiert worden. Das gab die NBA am Donnerstag bekannt.

Angeblich soll es sich um eine unabsichtliche Einnahme des verbotenen Medikaments Tramadol gehandelt haben. „Bobby hat versehentlich ein Schmerzmittel namens Tramadol eingenommen, in der Annahme, er würde ein Schmerzmittel namens Toradol einnehmen“, wird sein Agent Mark Bartelstein von ESPN zitiert.

Bei Tramadol handelt es sich um von den Doping-Richtlinien verbotenes Medikament, das zur Behandlung starker Schmerzen bei Erwachsenen eingesetzt wird. Toradol ist ein zugelassenes Schmerzmittel, das er zuvor verwendet hat und das auch von Teams und Spielern bei Schmerzen und Entzündungen genutzt wird. Portis kämpfte mit einer Verletzung am Ellbogen.

Medikament „stammte von einem Assistenten“

„Ich bin am Boden zerstört für Bobby, weil er einen ehrlichen Fehler gemacht hat und die Konsequenzen davon unglaublich schwerwiegend sind“, zeigte sich sein Agent bestürzt über die langfristige Sperre.

Zudem erklärte sein Berater davon, dass Portis gar keine Schuld treffe: „Die Tramadol-Pille, die er nahm, stammte von einem Assistenten mit einem gültigen Rezept für das Schmerzmittel, der Bobby fälschlicherweise sagte, es sei Toradol.“

Rückschlag für Bucks im Playoff-Rennen

Der Power Forward wird damit den Großteil der restlichen Saison verpassen – lediglich die letzten vier Spiele der regulären Saison wird Portis absolvieren dürfen. Im Kampf um die Playoffs wird der 30-Jährige dem Team von Superstar Giannis Antetokounmpo fehlen.

Die Bucks stehen bei einer Bilanz von 29 Siegen und 24 Niederlagen auf Platz fünf in der Eastern Conference. Portis hat in dieser Saison in 46 Spielen für die Bucks durchschnittlich 13,7 Punkte und 8,3 Rebounds erzielt.