Andreas Wolff hat beim Einzug der deutschen Nationalmannschaft ins Finale der Handball-EM einmal mehr unter Beweis gestellt, dass er nicht nur ein herausragender Torhüter ist. Der DHB-Keeper präsentierte sich auch als äußerst fairer Sportsmann.
Es lief die 37. Minute, Deutschland lag gegen Kroatien mit fünf Treffern in Front, und Wolff hechtete nach dem Ball. Er erwischte die Kugel auch, allerdings erst hinter der Torauslinie.
Handball-EM: Wolff mit großer Fairplay-Geste
Die Schiedsrichter zögerten und wollten offenbar auf Abwurf Deutschland entscheiden. Doch Wolff gab sofort zu verstehen, dass er zu spät dran war. Einer seiner Teamkollegen hatte den Ball bei einem Block zuletzt berührt.
Ein Unparteiischer zeigte sich für den Hinweis sofort dankbar und klatschte mit Wolff ab. Und so blieb Kroatien in Ballbesitz, bekam einen Einwurf zugesprochen.
Beachtliche Aktion passt gut zu Wolff
Eine durchaus beachtliche Aktion in einem Spiel, das in der Folge sogar noch einmal spannend wurde, weil Deutschland seinen Halbfinal-Gegner in der Schlussphase auf zwei Tore herankommen ließ.
Für faire Gesten ist Wolff allerdings bekannt. Vor drei Jahren hatte er bei der WM in den Spielen gegen Algerien und Norwegen mit Hinweisen an die Unparteiischen jeweils Zeitstrafen für seine Gegenspieler, deren Würfe ihn am Kopf getroffen hatten, verhindert.
Später wurde er für die Auftritte mit einem Fairplay-Preis geehrt. Beim Duell mit Kroatien schnappte er sich diesmal zumindest die Auszeichnung zum Man of the Match.