Sebastian Vettel hat davor gewarnt, Michael Masi auf das Rennen in Abu Dhabi zu reduzieren. Der umstrittene Renndirektor wurde nach dem chaotischen WM-Drama zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton von seinen Pflichten entbunden.

Dass Masi schlussendlich seinen Posten räumen musste, hielt Weltmeister Verstappen für „falsch, inakzeptabel und unglaublich“.

Nun äußerte sich Vettel zur Thematik und sieht den Australier als Opfer eines Interessenkonflikts: „Ich finde es schade für Michael. Da sind zwei Interessen aufeinander geprallt. Das eine ist der Sport und das andere ist die Show.“ (NEWS: Alles Wichtige zur Formel 1)

Vettel: Masi „hat einen großartigen Job gemacht“

Der 34-Jährige ergänzte: „Für mich ist die Show natürlich nicht so wichtig, weil ich sie als Sport betrachte, und zwar vom Standpunkt des Wettbewerbs aus gesehen. Und natürlich ist es manchmal nicht einfach, in die Rolle des Schiedsrichters zu schlüpfen.“

„Aber ich denke, Michael hat einen großartigen Job gemacht, besonders nachdem er nach Charlie Whitings plötzlichem Tod eingesprungen ist“, so der viermalige Formel-1-Weltmeister. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

„Er war wirklich sehr, sehr konzentriert und entschlossen, einen guten Job zu machen“, lobte Vettel den ehemaligen Rennleiter und fügte hinzu: „Er hat insgesamt sehr, sehr gute Arbeit geleistet. Ich denke, es gibt eine Menge Kontroversen über das letzte Rennen, aber wenn man das Gesamtbild betrachtet, hat er seine Sache wirklich gut gemacht.“

Vettel: „So ist der Sport nicht konzipiert“

Über das entscheidende Rennen am Ende der vergangenen Saison sagte der frühere Ferrari und jetzige Aston-Martin-Pilot: „Es war von vornherein klar, dass es immer ein großes Finale oder ein großes letztes Rennen geben würde, weil es einen Gewinner und einen Verlierer gab. Im Idealfall gibt es zwei Gewinner, aber so ist der Sport nicht konzipiert – kein Sport ist das.“

Vettel fuhr fort: „Natürlich war ich auch im Rennen und habe mich gefragt, warum die überrundeten Autos nicht früher losfahren durften, damit das Rennen wieder starten kann. Aber es gibt ein Protokoll und Regeln. Das Wichtigste ist, dass in Zukunft klar ist, was in solchen Situationen passiert, und dass keine Fragen offen bleiben.“

Dabei sind auch Eduardo Freitas und Niels Wittich gefragt, die die Nachfolge von Masi antreten werden.

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