Hugo Gaston kann es nicht lassen. Der Franzose brach seine Partie beim Challenger-Turnier in Verona gegen Marco Trungelliti einfach ab und sorgte damit erneut für einen Aufreger. Bei drei Matchbällen gegen sich ging der 22-Jährige einfach ans Netz und schenkte das Spiel ab – ohne ein sichtbares Anzeichen für eine Verletzung.

Trungelliti, der zu diesem Zeitpunkt mit 5:2 im dritten Satz führte und bei Aufschlag Gaston drei Breakbälle zum Matchgewinn hatte, war erst verwirrt von der Aktion seines Gegners, ehe er jubelnd die Arme hochriss.

Es ist nicht das erste Mal, dass die aktuelle Nummer 92 der Weltrangliste negativ auffällt. Erst im Mai war er von der ATP zu einer Geldstrafe von 144.000 Euro verurteilt worden. Gaston hatte beim Turnier in Madrid in seinem Zweitrunden-Match gegen den Kroaten Borna Coric während eines Ballwechsels vorsätzlich eine weitere Filzkugel aus seiner Hosentasche auf den Platz fallen lassen.

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nCAPTION: Hugo Gaston ist dafür bekannt, immer wieder für einen Skandal gut zu sein
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Unter Berücksichtigung der Strafe hat Gaston damit in diesem Jahr Verlust gemacht mit seinen Auftritten im Tennis-Zirkus. Bislang spielte er 114.218 Euro an Preisgeld ein. Die Höhe der Strafe wurde damals auch damit begründet, dass Gaston bereits mehrmals durch Unsportlichkeiten aufgefallen war.

Dennoch setzte die ATP die Hälfte des Bußgeldbetrages gegen die Nummer 108 der Weltrangliste für zwölf Monate zur Bewährung aus – die nun wohl hinfällig sein könnte.

Dabei zeigte sich Gaston vor dem Turnier in Verona sportlich in guter Form. Nur wenige Tage zuvor hatte er das Challenger-Event in Triest gewonnen.