In der Nacht des WWE SummerSlam hat auch die anstehende, noch größere Megashow der Konkurrenz weiter Formen angenommen.

Bei der aktuellen Ausgabe der TV-Show Collision hat AEW zwei neue, große Matches für das historische Europa-Debüt All In im Londoner Wembley-Stadion enthüllt: Vor wohl über 80.000 Fans finden zwei große Fehden mit jahre- bzw. Jahrzehnte langer Geschichte ihren Höhepunkt – CM Punk vs. Samoa Joe und FTR vs. Young Bucks. (NEWS: Alle Neuigkeiten zum Thema AEW)

Samoa Joe forderte bei Collision seinen alten Rivalen Punk zu einem erneuten Duell, die Tag-Team-Champions FTR luden derweil die Bucks zu einem dritten Showdown. Beide Herausforderungen blieben noch unbeantwortet, man darf aber als sicher annehmen, dass die Matches bald fixiert werden.

CM Punk: Erst gegen Samoa Joe, dann nochmal gegen Ricky Starks?

Di Rivalität zwischen Punk und Joe reicht weit zurück in die Vergangenheit: Bevor die beiden nationale TV-Stars waren, waren sie Kollegen in der damals stilbildenden Independent-Liga ROH (Ring of Honor) und prägten diese gemeinsam.

Für großes Aufhorchen sorgte 2004 ein 60 Minuten langes Duell um den damals von Joe gehaltenen World Title der Liga, der die Karrieren beider beförderte. Joe war auch beteiligt an dem berühmten „Summer of Punk“ 2005, in dem Punk die WWE-Geschehnisse rund um seine „Pipe Bomb“ 2011 und die Fehde gegen John Cena und Ligaboss Vince McMahon vorwegnahm.

18 Jahre kam es zu einem Wiedersehen: Punk und Joe begegneten sich im Halbfinale des Gedenkturniers für den verstorbenen Owen Hart, wo Punk Joe erstmals besiegte: Mit einer anschließenden Attacke signalisierte Joe, dass das letzte Wort nicht gesprochen war.

Punk gewann bei Collision den Hauptkampf gegen seinen aktuellen Rivalen Ricky Starks, den Sieger des Owen-Hart-Turniers, Legende Ricky Steamboat sorgte als Gastringrichter dafür, dass Starks diesmal nicht schummeln konnte. Punk verteidigte in dem Match seinen „Real World Title“: Er verkündete vergangene Woche, dass er sich immer noch als wahrer Champion von AEW sehe.

Starks rastete danach aus und prügelte auf Ikone Steamboat ein. Es dürfte die Bühne für ein weiteres Duell mit Punk bereiten – womöglich beim Pay Per View All Out in Chicago, der in der Woche nach All In steigen wird.

Offizieller Champion ist nun Jungstar MJF, der in London auf Adam Cole treffen wird. Punk hatte den Titel im vergangenen Herbst gegen Jon Moxley gewonnen, sich dabei aber verletzt, der Titel wurde freigegeben. In derselben Nacht gab es den berüchtigten, realen Prügel-Eklat zwischen Punks und den Young Bucks sowie Kenny Omega.

FTR und Young Bucks vor Finale ihrer großen Rivalität

Ebenjene Bucks treffen nun wohl pikanterweise auf FTR (Dax Harwood und Cash Wheeler), Punks beste Freunde in der Liga. Die Ansetzung sagt allerdings nichts über eine Annäherung zwischen Punk und den Bucks aus: FTR hatten sich aus dem hässlichen Zwist herausgehalten und hatten immer klargemacht, dass sie für eine Zusammenarbeit mit den Bucks weiter zur Verfügung stünden – obwohl es auch zwischen den beiden Teams kleinere Reibereien gegeben hatte.

Auch die sportliche Rivalität zwischen FTR und den Bucks – von nicht wenigen Fans als die besten Teams der Welt gesehen – hat eine lange Vorgeschichte: Schon 2017, bevor es AEW gab, lieferten sich die Bucks mit den damals noch bei WWE aktiven FTR (The Revival) einen großen Twitter-Streit, wer das bessere Duo sei. Mit dem Wechsel von FTR zu AEW 2020 wurde das „Dream Match“ Wirklichkeit.

Bei All Out 2020 gab es ein erstes Duell mit einem Sieg für die Bucks, im April 2022 revanchierten sich FTR mit einem Sieg bei der TV-Show Dynamite. Die Vertragsverlängerungen beider Teams ebneten nun den Weg für den „Tie-Breaker“ auf größtmöglicher Bühne.