Holzfällen, Fliegenfischen, Steine schleppen:

Über mangelnde Abwechslung konnte sich Boxprofi Vincent Feigenbutz während seines einwöchigen Trainingslagers in den slowenischen Bergen nicht beschweren.

Sein Trainer Hans-Peter Brenner ging schon immer etwas ungewöhnliche Wege. So auch diesmal, in der Vorbereitung auf den Kampf gegen Mauricio Reynoso.

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Auch um den Titel der GBU

Gegen den Peruaner boxt Supermittelgewichtler Feigenbutz am Samstag im westfälischen Halle um die Interims-Weltmeisterschaft der WBA.

Sollte er gewinnen, wäre der 19 Jahre alte Karlsruher der bislang jüngste deutsche Boxer, der so einen Titel erringen konnte. Und darüber hinaus auch noch regulärer Weltmeister des – zugegebenermaßen nicht allzu prestigeträchtigen – Boxverbandes GBU.

„Eine große Ehre“, wie Feigenbutz im Gespräch mit SPORT1 dennoch findet.

Feigenbutz strebt nächsten K.o. an

19 seiner bislang 20 Profikämpfe konnte der junge Badener für sich entscheiden, 18 davon durch Knockout.

Entsprechend offensiv fällt auch seine Marschroute für das Duell mit Reynoso aus. „Reingehen, angreifen und umhauen“, sagt der für seinen überaus spektakulären Kampfstil bekannte „K.o.-Prinz“ forsch: „Der Knockout ist immer das oberste Ziel.“

Eine Ansicht, die sein Trainer nur bedingt teilt. „Er hat eine starke, schnelle Rechte, die ist definitiv seine größte Waffe“, warnt Brenner bei SPORT1 vor Gegner Reynoso.

Auch deshalb habe man im Sparring zuletzt „etwas intensiver an Vincents Defensive gearbeitet“.

Sturm-Bezwinger soll nächster Gegner sein

Der Kampf gegen den „Inka-König“ gilt als Härtetest, als ein Aufwärmen für das ganz große Spektakel, das in diesem Jahr noch folgen soll.

Im Falle eines Sieges winkt Feigenbutz nämlich ein Duell mit dem regulären WBA-Champion Fedor Chudinov, der sich Anfang Mai überraschend klar gegen Felix Sturm durchgesetzt hatte.

„Wir wollen diesen Fight unbedingt“, betont Feigenbutz‘ Manager Rainer Gottwald bei SPORT1. Am liebsten in der Heimat seines Schützlings in Karlsruhe, passend zum 300. Stadtgeburtstag.

Doch bis es so weit ist, muss Chudinov seinen Titel erst mal noch am 24. Juli in London gegen den Italiener Frank Buglioni verteidigen – und Feigenbutz seine Prüfung gegen Reynoso meistern.