Kombinierer Julian Schmid hat zum Abschluss der WM die Chance auf eine weitere Medaille verpasst – die Aufmerksamkeit gehörte einmal mehr Jarl Magnus Riiber.

Der norwegische Topfavorit sicherte sich am Samstagnachmittag in der Kombination Großschanze / 10 km seinen vierten Titel in Planica und übertraf dabei mit unglaublichen 147,0 m den Schanzenrekord der Skisprung-Spezialisten: Er knackte die 2014 aufgestellte Bestmarke des Slowenen Peter Prevc (142,0 m) deutlich. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse der Nordischen Ski-WM 2023 in Planica)

Der Dominator löst zudem Eric Frenzel mit seinem achten WM-Gold als Rekordweltmeister ab. Silber ging an Riibers Landsmann Jens Luraas Oftebro vor dem österreichischen Titelverteidiger Johannes Lamparter.

Jarl Magnus Riiber ist neuer Rekordweltmeister in der "NoKo"
Jarl Magnus Riiber ist neuer Rekordweltmeister in der "NoKo"Jarl Magnus Riiber ist neuer Rekordweltmeister in der "NoKo"

„Er hat seine Klasse wieder ausgespielt, es ist einfach der Wahnsinn“, sagte der Sachse am ARD-Mikrofon über Riiber – mit dem ihm erklärtermaßen ein zwiespältiges Verhältnis verbindet. Frenzel hatte nach dem zweiten Platz mit der Staffel und seiner insgesamt 18. WM-Medaille auf einen erneuten Start verzichtet.

Schmid hinter Riiber mit Medaillenchancen

Der 23 Jahre alte Oberstdorfer Schmid war nach einem Sprung auf 131,0 m auf dem vierten Rang in den Langlauf gegangen und wurde dort am Ende Sechster.

Zweitbester Deutscher hinter Schmid war am Samstag Vinzenz Geiger auf Rang 14. Johannes Rydzek (beide Obertsdorf) als 16. und Manuel Faißt (Baiersbronn) auf dem 20. Platz komplettierten das Ergebnis für den Deutschen Skiverband (DSV).

Der Einzel-Wettbewerb von der Großschanze war für die Kombinierer der letzte Wettkampf in Slowenien. In den vorherigen vier Rennen gewannen Schmid und Nathalie Armbruster im Einzel sowie beide Staffeln jeweils die Silbermedaille.