Das WM-Aus sitzt tief in der deutschen Fußballlandschaft!
Nach dem kläglichen Scheitern der deutschen Nationalmannschaft gründete der DFB deshalb eine Arbeitsgruppe zur „Wiederauferstehung“ bis zur Heim-EM 2024. (DATEN: WM-Spielplan 2022)
Karl-Heinz Rummenigge hat sich nun als Teil dieser „Task Force“, der zudem Matthias Sammer (55), Rudi Völler (62), Oliver Mintzlaff (47), Hans-Joachim Watzke (63), Bernd Neuendorf (61) und Oliver Kahn (53) angehören, erstmals geäußert.
Dabei beschreibt er im Interview mit der dpa unter anderem seine Motivation für diese herausfordernde Aufgabe, das Anforderungsprofil an den Bierhoff-Nachfolger und das Ziel für die Heim-EM 2024. (NEWS: Könnte Kohler DFB-Team aufrütteln?)
„Wichtig ist ein Schulterschluss zwischen Bundesliga und Nationalmannschaft – und dem DFB. Wir müssen loyal zusammenstehen zum Wohle des deutschen Fußballs. Es ist nicht mehr die Zeit für Egoismen“, sagte der 67-Jährige. (DATEN: Gruppen und Tabellen der WM)
Rummenigge von DFB angefragt
Die Gespräche mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Aki Watzke hatten ihn überzeugt, den Job anzunehmen. Diese hätten ihn proaktiv nach seiner Verfügbarkeit gefragt. (NEWS: Darum macht Bundestrainer Flick weiter)
Dabei verwies Rummenigge auf den unmittelbaren Start der Arbeitsgruppe am Donnerstag, den 15. Dezember. Wer nicht vor Ort sein könne, werde per technischen Hilfsmitteln zugeschalten. Er selbst befinde sich zum derzeitigen Zeitpunkt in Katar und werde dort die restliche WM verfolgen.
Am Posten des Nationaltrainers wolle die Arbeitsgruppe dabei nichts ändern, eher im Gegenteil: „Ich halte Hansi nach wie vor für einen hochqualifizierten Trainer, der auch der Richtige ist, diesen Neuanfang zu managen und zum Erfolg zu führen“, so Rummenigge. (NEWS: Alles Wichtige zur WM)
Insbesondere vertraue er auf das kollegiale Verhältnis aus den gemeinsamen Zeiten beim FC Bayern, wo der 67-Jährige bis 2021 Vorstandsvorsitzender war. Betonte aber gleichzeitig in der BILD: „Die wichtigste Mannschaft des Landes ist nicht Bayern München, sondern die Nationalelf.“
Bierhoff-Nachfolge mit Ruhe und Diskretion
Vakant ist dagegen eine andere Personalie: Der Geschäftsführer für die Nationalmannschaften. Auch durch den großen öffentlichen Druck hatte Oliver Bierhoff das Amt nach 18 Jahren niedergelegt. (NEWS: Der große Bierhoff-Knall)
Dabei sei Rummenigge in die Entscheidungsfindung ebenfalls mit eingebunden worden: „Er hat nach dem WM-Aus auch mit mir ein Gespräch geführt. Und er hat für sich diese Entscheidung gefällt.“
Dabei sei es aus der Sicht des 67-Jährigen die richtige Entscheidung gewesen. (BERICHT: Bierhoffs Erklärung im Wortlaut)
Als Aufgabe des Arbeitsgruppe gilt es nun auch ein Job-Profil eines Nachfolgers zu entwickeln. Besonders im Fokus: Die Aufgabenbereiche werden wohl auf mehrere Schultern verteilt werden, die Ruhe und Diskretion soll im Findungsprozess dabei an erster Stelle stehen.
Rummenigge: „Müssen mit Demut Fußball spielen“
Dennoch gelte ein kollektives Ziel: Den deutschen Fußball wieder attraktiver machen und in die Erfolgsspur zurückzuführen. Und doch sollen konkrete Ziele vermieden werden.
„Wir müssen mit Demut Fußball spielen. Und wir müssen wieder Herzblut reinbringen“, sagte Rummenigge und führte direkt ein Vorzeigebeispiel an: „Schauen Sie sich die Marokkaner an.“ (NEWS: Das kann der DFB von den WM-Halbfinalisten lernen!)
Dabei lobte er insbesondere die Einheit der Nordafrikaner, die es als erstes Team ihres Kontinents geschafft hatten, in ein WM-Halbfinale einzuziehen und dort am Mittwoch Abend auf Frankreich (ab 20 Uhr im LIVETICKER) treffen.