Am Tag nach den Auftakterfolgen von Gastgeber Deutschland und Olympiasieger Frankreich sind bei der Handball-EM auch die Schwergewichte Dänemark, Schweden und Norwegen mit Siegen in das Turnier gestartet. Dabei brillierte der Torwart der Dänen mit herausragenden Paraden.

Weltmeister Dänemark feierte in der Gruppe F gegen Tschechien in München mit 23:14 (9:9) ebenso einen Pflichtsieg wie Titelverteidiger Schweden in der Gruppe E in Mannheim mit 29:20 (14:7) gegen Bosnien-Herzegowina und der frühere EM-Dritte Norwegen in Gruppe D in Berlin mit 32:21 (15:10) gegen Polen.

Bei den Dänen, die zwar – insbesondere in der ersten Halbzeit – offensiv nicht überzeugen konnten, ragte Schlussmann Emil Nielsen heraus. Der 26-Jährige konnte 13 der 18 Wurfversuche auf sein Tor vereiteln – das entspricht ein Monsterwert von 72,22 Prozent. Damit war er sogar noch besser als Andreas Wolff, der beim deutschen Sieg gegen die Schweiz laut DHB-Angaben 64 Prozent der Versuche halten konnte.

Ex-Profi und Handball-Experte Rasmus Boysen huldigte seinen Landsmann mit einem Post auf X: „Emil Nielsen ist nicht von dieser Welt.“

Dabei lief im ersten Abschnitt in der Offensive kaum etwas zusammen. Mit einem 9:9 ging es in die Halbzeit, weniger als zehn Tore (bei einer Weltmeisterschaft) erzielten die Dänen zuletzt bei der Heim-WM 2019 (7:9 gegen Ägypten).

Im zweiten Durchgang konnte sich der amtierende Weltmeister jedoch deutlich steigern: Während Mathias Gidsel von Bundesligist Füchse Berlin mit zwei Treffern noch nicht die Erwartungen erfüllen konnte, glänzte Topstar Mikkel Hansen mit fünf Toren.

Auch die Niederlande überzeugen

Über gelungene EM-Einstände durften sich außerdem die Niederlande, der ehemalige Vize-Europameister Slowenien und Portugal freuen.

Oranje gewann angeführt von Bundesliga-Star Dani Baijens vom HSV Hamburg sein Auftaktspiel in der Gruppe E gegen Georgien 34:29 (19:12). Die Slowenen setzten sich in Berlin unter der Leitung des deutschen Schiedsrichter-Gespanns Robert Schulze und Tobias Tönnies gegen die Färöer unerwartet mühevoll mit 32:29 (13:13) durch, während Portugal sich in München gegen Griechenland mit 31:24 (18:14) behauptete.

In Schwedens Mannschaft stand Jim Gottfridsson von Ex-Meister SG Flensburg-Handewitt mit vier Toren klar im Schatten des Ex-Flensburgers Hampus Wanne, der in der von den deutschen Unparteiischen Tanja Kuttler und Maike Merz problemlos gepfiffenen Begegnung neunmal traf.

Bei Norwegens ungefährdetem Auftakterfolg ragte der ehemalige Kieler Bundesliga-Star Sander Sagosen mit sechs Toren aus dem Team der Nordeuropäer heraus. Bei den Niederlanden war Deutschland-Legionär Baijens als sechsfacher Torschütze zusammen mit seinem Teamkollegen Rutger ten Velde erfolgreichsten Werfer für Oranje.

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