Matthias Sammer hat die fehlende Praxis-Kompetenz in der DFB-Führungsebene kritisiert.

Der neue Präsident Bernd Neuendorf oder Vize Hans-Joachim Watzke seien gute Leute, aber „in der Führungsetage gibt es keinen Ex-Fußballer. Das kann doch nicht sein (…). Ich hätte gerne jemanden da, der aus der Praxis weiß, wie es geht und riecht, der selbst mal Weltmeister oder Champions League-Sieger war“, erklärte Sammer dem kicker.

Sammer schimpft über den DFB

Als mögliche Kandidaten nannte er Rekordnationalspieler Lothar Matthäus oder Rudi Völler, „auch wenn er mich jetzt vielleicht anruft und beschimpft“. Außerdem kämen Michael Ballack, Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger aus seiner Sicht in Frage.

„Das sind alles Leute, die müssen beim DFB nicht Präsident werden, aber warum schafft man nicht eine Stelle als Vize-Präsident, um Ausdruck, Gesicht und Haltung zu bekommen. Es ärgert mich kolossal, dass man auf diese Expertise nicht zurückgreift“, schimpft Sammer.

Sammer selbst schließt eine Rückkehr in die DFB-Führungsebene aus: „Ich habe meinen Nachweis gebracht. Ich war über sechs Jahre Verband, da dürfen mal andere ran“.

Sammer: „Ich habe Vertrauen in Hansi Flick“

Die Nationalelf sieht der Europameister von 1996 dennoch auf einem guten Weg.

„Wenn man die Mannschaft durchgeht, sind wir gut aufgestellt, vielleicht fehlt nur ein klassischer Mittelstürmer. Ich habe Vertrauen in Hansi Flick und ich glaube, dass wir eine sehr gute, interessante und konkurrenzfähige Mannschaft haben. Und wenn ich die Konkurrenz betrachte, sehe ich keine, die erheblich besser ist als wir“, sagte er.

Bei der WM in Katar (21. November bis 18. Dezember) sehe er „alle Möglichkeiten“.

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)