Er hat es endlich geschafft!

Shingo Kunieda triumphiert im Rollstuhl-Wettbewerb im Herreneinzel gegen Alfie Hewett. Nach einem denkwürdigen Kampf über 3 Stunden und 20 Minuten stand der Dreisatzsieg (4:6, 7:5, 7:6) des Japaners fest. (NEWS: Alles zu den Grand Slams)

Für den 38-Jährigen war es ein ganz besonderer Triumph. Der Mann aus Tokio, der vor diesem Turnier bereits 27 Grand-Slam-Erfolge verbuchen konnte, hatte noch nie in Wimbledon gewonnen. Überhaupt hatte er erst einmal das Finale auf dem heiligen Rasen erreicht – 2019, als er gegen den Argentinier Gustavo Fernandez in drei Sätzen (6:4, 2:6, 3:6) unterlag.

Mit ebendiesem Argentinier feierte er in diesem Jahr bereits den Titel im Doppelwettbewerb. Auch hier stand Hewitt – zusammen mit seinem Partner Gordon Reid – auf der anderen Netzseite.

Damit hat Kunieda als erster Rollstuhl-Tennisspieler überhaupt den Karriere-Grand-Slam komplett gemacht. Zudem hält er aktuell alle vier Grand-Slam-Titel. In diesem Jahr gewann er bereits die Australian Open und French Open, dazu ist er Titelverteidiger bei den US Open.

Besonders bitter für Hewett: Auch für den Briten wäre es der erste Triumph bei Wimbledon gewesen. Zudem unterlag er seinem japanischen Kontrahenten auch schon bei den letztjährigen US Open und den Australian Open 2022.