Mit gerade einmal 25 Jahren hat Yannick Chabloz, bekannt als Abfahrts-Spezialist, seine Karriere beendet und seine Skier an den Nagel gehängt. Nachdem zuerst der Schweizer Skiverband die Mitteilung herausgegeben hatte, meldete sich kurz darauf auch Chabloz emotional zu Wort.

„Seit meinem letzten Sturz in Bormio sind nun genau zwei Jahre vergangen. Nach dieser langen Reise mit vielen Höhen und Tiefen ist für mich die Zeit gekommen, mich vom alpinen Skirennsport zurückzuziehen“, schrieb Chabloz bei Instagram.

„Die schwerste Entscheidung meines Leben“

Bei dem angesprochenen Sturz am 2. Weihnachtstag 2022 zog sich Chabloz einen Dornfortsatz-Bruch und eine Fraktur im Bereich der oberen Brustwirbelsäule zu. Während er an seinem Comeback arbeitete, wurde er immer wieder mental ausgebremst.

Das lag auch daran, dass er bei den Olympischen Winterspielen 2022 mehrere Brüche erlitten hatte. „Es ist und bleibt wahrscheinlich die schwerste Entscheidung meines Lebens, aber ich habe mir genug Zeit genommen, um auf meine Gefühle und meinen Körper zu hören, sodass ich diese Entscheidung mit klarem Verstand und einem Herzen voller Liebe für diesen Sport treffen kann“, erklärte Chabloz.

Dennoch blicke er mit Stolz auf seine Karriere zurück: „Vor allem konnte ich alle Erfolge mit unglaublichen Menschen teilen, angefangen bei meiner Familie, meinen Teamkollegen, Konkurrenten und Freunden, meinen Trainern und Mitarbeitern, meinen Sponsoren und Förderern. So viele wunderbare Begegnungen, die mich unterstützt und vorangebracht haben.“

Chabloz verbuchte in seiner Karriere eine Platzierung unter den besten 20 im Weltcup. Die Mehrzahl seiner Erfolge sammelte er im unterklassigen Europacup, bei der alpinen Ski-Juniorenweltmeisterschaft 2020 gewann er Bronze.