Böse Anfeindungen nach wunderschönem Siegtor: Mittelfeldspieler Nadiem Amiri vom Bundesligisten FSV Mainz 05 hat nach dem DFB-Pokalspiel in der ersten Runde gegen Dynamo Dresden (1:0) auf seiner Instagramseite wüste Beschimpfungen gegen sich öffentlich gemacht. Auch sein Teamkollege Arnaud Nordin wurde rassistisch angegangen.

In seiner Story teilte der 28-Jährige ein Foto von einer Privatnachricht, in der ein Nutzer sowohl Amiri selbst als auch seine Mutter aufs Übelste beleidigte, auch mit fremdenfeindlicher Sprache.

Von Beleidigungen im Netz betroffen: Nadiem Amiri
Von Beleidigungen im Netz betroffen: Nadiem AmiriVon Beleidigungen im Netz betroffen: Nadiem Amiri

„Keine Worte mehr für so Menschen“, schrieb Amiri zu dem Foto. Zuvor war der Nationalspieler gegen den Zweitligisten Dresden mit einem sehenswerten Freistoßtor zum Matchwinner geworden.

Mainz verurteilt rassistische Beleidigungen

Der Verein stellte sich hinter Amiri und Angreifer Nordin, der im Zuge des Spiels ebenfalls im Netz rassistisch beleidigt wurde. Beide Beiträge teilten die Mainzer via Instagram und zeigten dabei die Nutzernamen der Täter. „Gemeinsam mit unseren Jungs gehen wir juristisch gegen diese Personen vor“, kündigte der Klub unter dem Foto an.

https://x.com/1FSVMainz05/status/1957768216727408886

Amiris Beispiel war nicht der erste Fall von öffentlich gewordenen, diskriminierenden Beleidigungen am Pokalwochenende. Sowohl der Schalker Christopher Antwi-Adjei beim Auswärtsspiel in Leipzig als auch ein Ersatzspieler des 1. FC Kaiserslautern (in Potsdam) waren während ihrer Partien von den Rängen aus rassistisch beleidigt worden.

FIFA-Boss Gianni Infantino nahm die beiden Vorfälle zur Kenntnis und stellte als Konsequenz den Deutschen Fußball-Bund (DFB) unter Beobachtung.