Berlin – Am ersten Wettkampftag der Beckenschwimmer bei der Heim-EM in Berlin hat ein deutsches Sextett die Finalläufe am Dienstag erreicht.
Kurzbahn-Weltrekordler Steffen Deibler (Hamburg) war über 50 m Schmetterling in 23,41 Sekunden der Drittschnellste im Halbfinale. (SERVICE: Der Zeitplan der Schwimm-EM)
Ebenfalls das Finalticket mit Medaillenchancen buchten die Rückenschwimmer Jan-Philip Glania (Dritter) und Christian Diener (Fünfter) über 100 m sowie Jenny Mensing (Vierte) und Lisa Graf (Fünfte) über 200 m.
„Ich habe mich gefühlt wie ein junger Gott“, sagte Diener nach seiner persönlichen Bestzeit.
Der Essener Hendrik Feldwehr machte sich an seinem 28. Geburtstag mit dem Finaleinzug über 100 m Brust selbst das beste Geschenk.
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„Die Zeit ist völliger Schrott, da hatte ich deutlich mehr Glück als Verstand“, sagte Feldwehr: „Zwischendurch habe ich noch meine Badekappe verloren.“
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Der Olympiavierte Steffen Deibler hat bei der EM in Berlin als Schlussschwimmer der gemischten 4×100-m-Lagenstaffel eine Medaille knapp verpasst.
Bei der EM-Premiere der Mixed-Wettbewerbe auf der Langbahn fehlten dem Quartett des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) nach 3:47,61 Minuten 27 Hundertstelsekunden zu Bronze. Gold ging an die Briten, die in 3: 44,02 Minuten den ersten Weltrekord der EM aufstellten.
Jenny Mensing (Wiesbaden), Vizeweltmeister Marco Koch (Darmstadt) und Alexandra Wenk (München) waren vor Deibler ins Wasser gegangen. Schon im Vorlauf hatte Italien in 3:48,57 Minuten den knapp sechs Wochen alten Europarekord der russischen Junioren in der noch jungen Disziplin verbessert.
Einen Tag nach seinem Fehlstart bei der Heim-EM in Berlin hat Schwimmstar Paul Biedermann problemlos das Finale über 200 m Freistil erreicht. Der Weltrekordler, der über die doppelte Distanz überraschend im Vorlauf gescheitert war, erreichte in 1:46,69 Minuten als Schnellster das Rennen um die Medaillen am Mittwoch (18.00 Uhr).
Clemens Rapp (Heidelberg), der im Endlauf über 400 m zu Platz fünf geschwommen war, schied als Elfter aus. Doppel-Olympiasieger Yannick Agnel (Frankreich) lag als Siebter deutlich zurück.
Zuvor hatten über 200 m Lagen der Kurzbahn-Europameister Philip Heintz (Heidelberg) und der Olympia-Achte Markus Deibler (Hamburg) als Zweiter und Dritter das Rennen um die Medaillen erreicht. Vanessa Grimberg (Stuttgart) schied dagegen als 14. über 100 m
Die Berlinerin Lisa Graf hat bei der Heim-EM die zweite Medaille für die deutschen Beckenschwimmer knapp verpasst.
Die 21-Jährige schlug über 200 m Rücken in 2:10,64 Minuten als Vierte an. Die deutsche Meisterin Jenny Mensing (Wiesbaden), vor zwei Jahren noch Vize-Europameisterin, musste sich mit Rang sieben zufrieden geben. Gold ging an die Spanierin Duane da Rocha vor Elizabeth Simmonds (Großbritannien) und Daria Ustinowa (Russland).
Der Wahl-Amerikaner Jan-Philip Glania hat die erste Medaille für die deutschen Beckenschwimmer bei der Heim-EM in Berlin gewonnen. Der 25-Jährige aus Frankfurt/Main, der seit Februar in Los Angeles bei US-Starcoach Dave Salo trainierte, schwamm über 100 m Rücken in 54,15 Sekunden zu Bronze. Gold ging im Velodrom an den Briten Chris Walker-Hebborn vor dem französischen Staffel-Olympiasieger Jeremy Stravius. Christian Diener (Potsdam), der bei der Wende noch in Führung lag, kam als Vierter nur acht Hundertstelsekunden hinter Glania ins Ziel.
Kurzbahn-Weltrekordler Steffen Deibler hat bei der Heim-EM in Berlin die erste Medaille für die deutschen Beckenschwimmer klar verpasst. Der 27-Jährige aus Hamburg kam über 50 m Schmetterling in 23,64 Sekunden nur auf den achten Platz.
Gold ging im Velodrom an die zeitgleichen Florent Manaudou (Frankreich) und Jauhen Zurkin (Weißrussland). Auch Bronze gab es zweimal – für Benjamin Proud (Großbritannien) und Andrej Goworow (Ukraine).
Die Wasserspringerinnen Maria Kurjo und My Phan haben bei der Heim-EM in einem sportlich fragwürdigen Wettbewerb Silber gewonnen.
Das Berliner Duo musste sich bei nur drei teilnehmenden Paaren mit 290,01 Punkten den Russinnen Jekatarina Petuchowa/Julia Timoschinina (314,70) geschlagen geben. Bronze gewannen die Ungarinnen Villo Kormos/Zsofia Reisinger (279, 48).
Er hat es wieder geschafft! Patrick Hausding holt sich vom Ein-Meter-Brett seinen insgesamt zehnten EM-Titel. Im Finale zeigt er sechs blitzsaubere Sprünge und verweist den Russen Jewgeni Kusnezow und Matthieu Rosset aus Frankreich auf die Plätze.
Am Ende hatte der 25-jährige Hausding – trotz eines kleinen Patzers beim letzten Sprung – sechs Punkte Vorsprung. Oliver Homuth wird noch guter Fünfter.
Nach drei Durchgängen führt Hausding mit 5,25 Punkten Vorsprung vor Jewgeni Kusnezow. Oliver Homuth verbessert sich auf Rang acht.
Der Deutsche legt einen guten Start und liegt mit 74,40 Punkten auf Rang zwei hinter dem Russen Jewgeni Kusnezow. Oliver Homuth ist Zehnter.
Die zwei Entscheidungen im Wasserspringen könnten Deutschland die nächsten Erfolge bescheren. Ab 14 Uhr geht Patrick Hausding vom Ein-Meter-Brett an den Start.
Die Wasserspringerinnen Maria Kurjo und My Phan haben bei der Heim-EM in Berlin Goldhoffnungen geweckt. Die Berliner Synchronspringerinnen zogen mit 305,67 Punkten als Vorkampfbeste ins Finale am Dienstagnachmittag ein. Eine Medaille ist dem Duo bereits sicher, da nur drei Teams für den Wettkampf gemeldet hatten.
Wasserspringer Patrick Hausding hat einen guten Auftakt in die EM in seiner Heimatstadt Berlin hingelegt. Der Turm-Synchron-Weltmeister qualifizierte sich vom Ein-Meter-Brett mit 388,60 Punkten als Vorkampf-Zweiter für das Finale am Dienstagnachmittag.
Stärker war lediglich der Russe Jewgeni Kusnezow (398,75). Auch Hausdings Teamkollege Oliver Homuth, der vor einem Jahr in Rostock EM-Bronze gewonnen hatte, erreichte als Sechster (372,85) den Endkampf.
Die italienische Mixedstaffel über 4×100 m Lagen hat in Berlin für den ersten Europarekord gesorgt. Das Quartett unterbot bei der EM-Premiere der Mixed-Wettbewerbe auf der Langbahn in 3:48,57 Minuten als Nummer eins der Vorläufe die knapp sechs Wochen alte Bestmarke der noch jungen Disziplin.
Die Italiener blieben 48 Hundertstelsekunden unter der Zeit der Russen bei der Junioren-EM in Dordrecht/Niederlande am 12. Juli.
Der Olympiavierte Steffen Deibler zog als Schlussschwimmer die 4×100-m-Lagenstaffel bei der EM-Premiere der Mixed-Wettbewerbe auf der Langbahn als Dritter in 3:49,46 Minuten ins Finale am Abend.
Lisa Graf (Berlin), Hendrik Feldwehr (Essen) und Alexandra Wenk (München) hatten vorgelegt. Das italienische Quartett verbesserte in 3:48,57 Minuten den knapp sechs Wochen alten Europarekord der russischen Junioren in der noch jungen Disziplin.
Der Olympiaachte Markus Deibler (Hamburg) präsentierte sich über 200 m Lagen in 1:59,60 Minuten als Zweitschnellster hinter dem Titelverteidiger Laszlo Cseh (Ungarn) ebenfalls stark. Auch Philip Heintz (Heidelberg) schwamm als Fünfter ins Halbfinale.
Als Zwölfte über 100 m Brust qualifizierte sich auch die deutsche Vizemeisterin Vanessa Grimberg (Stuttgart) für die zweite Runde.
„Es war schnell. Ich musste alles geben, das habe ich getan“, sagte Paul Biedermann, der tags zuvor nach einem „Bummel-Vorlauf“ das 400-m-Finale um sieben Hundertstelsekunden verpasst hatte. „Es war meine Schuld, da stehe ich zu“, gab der Hallenser zu: „Man lernt halt nie aus. Deswegen versuche ich, das in Zukunft zu vermeiden.“
Einen Tag nach seinem Fehlstart bei der Heim-EM in Berlin hat Schwimmstar Paul Biedermann problemlos das Halbfinale über 200 m Freistil erreicht.
Der Weltrekordler, der über die doppelte Distanz überraschend im Vorlauf gescheitert war, erreichte in 1:46,62 Minuten als Schnellster die nächste Runde.
Auch Clemens Rapp (Heidelberg), der im Endlauf über 400 m zu Platz fünf geschwommen war, zog als Siebter ins Halbfinale ein – zwei Plätze vor Doppel-Olympiasieger Yannick Agnel (Frankreich). Yannick Lebherz (Potsdam) und Robin Backhaus (Berlin) blieben als Zehnter und 13. zwar unter den ersten 16.
Da aus jedem Land aber nur zwei Schwimmer weiterkommen, war für sie der Wettkampf dennoch beendet.
Finals von Dienstag:
50 m Schmetterling Männer
100 m Rücken Männer
100 m Brust Männer
50 m Schmetterling Frauen
200 m Rücken Frauen
4 x 100 m Lagen Mixed
Halbfinals:
200 m Lagen Männer
200 m Freistil Männer
100 m Brust Frauen
100 m Freistil Frauen