Es war ein regelrechtes Versteckspiel. Täuschen, tarnen und Geheimtreffen.
Eben alles was dazu gehört, wenn der FC Bayern München kurz vor Ende der Transferperiode nochmal einen Spieler verpflichten muss.
Im Fall des Römer Verteidigers Mehdi Benatia könnte es jetzt dann ganz schnell gehen. Spieler und Verein sollen sich angeblich bereits einig sein, nur der AS Rom ziert sich bei dem Transfer noch.
Die Bayern bieten nach SPORT1-Informationen 25 Millionen Euro plus Bonuszahlungen, die Römer verlangen aber 33 Millionen.
SPORT1 fasst die Chronologie des Transferfalls zusammen:
Bei der Saisoneröffnung des FC Bayern München verkündet Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge, dass Trainer Pep Guardiola mit dem Kader des Rekordmeisters „wunschlos glücklich“ ist und keine weiteren Transfers geplant sind.
Pep Guardiolas Glück ist nicht mehr wunschlos: Im Supercup-Finale gegen Borussia Dortmund verletzt sich Bayerns Allrounder Javi Martinez bei einem Zusammenprall mit BVB-Verteidiger Marcel Schmelzer schwer und muss auf einer Trage vom Platz gebracht werden.
Die schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten sich. Wie sich nach der Untersuchung bei Dr. Müller-Wohlfahrt in München herausstellt, ist das Kreuzband des Spaniers gerissen. Ein Pause von sechs bis sieben Monaten gilt als wahrscheinlich.
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Bayerns Technischer Direktor Michael Reschke macht offiziell, dass der Transfermarkt sondiert wird. Im Gespräch mit SPORT1 erklärt er: „Das liegt ja auf der Hand, dass wir da noch etwas tun müssen.“
Auch erste Kandidaten werden bereits gehandelt: Diego Godin (Atletico Madrid), Rapaehl Varane (Real Madrid), Sergio Busquets und Javier Mascherano (FC Barcelona), Mehdi Benatia (AS Rom), Stefan Savic (AC Florenz) und Daniel Agger (FC Liverpool)
Der FC Bayern denkt nach Javi Martinez' Kreuzbandriss über einen kurzfristigen Transfer nach. Allerdings sind die Alternativen für die Defensive rar gesät. SPORT1 checkt den Markt.
(Bild-Copyright: getty).
Bereits einen Tag nach der Aussage Reschkes kristallisiert sich ein Wunschkandidat bei den Bayern heraus. Mehdi Benatia , Verteidiger des AS Rom, gilt nach SPORT1-Informationen als der Favorit auf den Posten beim deutschen Rekordmeister.
Es ist nicht der erste Vorstoß der Bayern, den Marokkaner zu verpflichten. Im Juni soll der AS Rom laut „Gazzetta dello Sport“ ein Angebot des Double-Gewinners über 33 Millionen Euro für den Verteidiger abgelehnt haben.
Alexandre Wacker, ein Mittelsmann von Benatias Berater, weilte am Nachmittag mehrere Stunden an der Säbener Straße und traf sich dabei mit Bayerns Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge. Offenbar mit Erfolg, wie sich noch zeigen wird.
Eine Bayern-Delegation verhandelt in Mailand, dabei liegen die beiden Parteien nach SPORT1-Informationen noch auseinander.
Die Bayern bieten 25 Millionen Euro plus Bonuszahlungen, die Römer verlangen aber 33 Millionen.
Die Öffentlichkeit soll nichts davon erfahren: Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hält bei einem Sponsorentermin fest, dass jede Äußerung Bayerns Wunschspieler teurer machen würde. Sportvorstand Matthias Sammer redet bei einem weiteren am Abend erst gar nicht mit den Medien.
Das Gespräch scheint gut gelaufen zu sein: Wie die französische Zeitung „L’Equipe“ am Mittwoch berichtet, sind der Rekordmeister und die Vertreter des marokkanischen Nationalmannschaftskapitäns, übereingekommen, was Vertrag und Gehalt angeht.
Bleibt die hohe Hürde, die in den Gesprächen mit dem Klub noch zu überwinden ist.
Der Benatia-Krimi bleibt spannend.