Eigentlich war alles angerichtet für einen perfekten Einstand des FC Bayern München in die neue Spielzeit. Das lange Tauziehen um Harry Kane hatte endlich ein erfolgreiches Ende gefunden und sollte mit dem ersten Saisontitel gebührend gefeiert werden.
Einzig RB Leipzig erwies sich als Spielverderber und deckte dank eines überragenden Dani Olmo schonungslos die Mängel im Münchner Spiel auf. Mit 3:0 holte sich Leipzig schlussendlich den Pokal.
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Dabei fiel SPORT1-Experte Stefan Effenberg vor allem der langsame Spielaufbau der Münchner negativ auf. „Wenn man die Chance hatte, mit einem schnellen Pass nach vorne etwas zu erreichen, wurde immer wieder quer gespielt“, benannte er im STAHLWERK Doppelpass auf SPORT1 eine Schwäche des deutschen Rekordmeisters.
Kritik an de Ligt: „Fällt leider ab“
Speziell an Matthijs de Ligt machte Effenberg dabei seine Kritik fest. In der Spieleröffnung von hinten „fällt de Ligt leider wirklich ab und hat keinen Fortschritt gemacht“, fällte der 55-Jährige ein hartes Urteil über den niederländischen Nationalspieler.
Dabei habe Thomas Tuchel in Minjae Kim einen Innenverteidiger bekommen, der eine starke Mischung aus defensiver Stabilität und Qualitäten im Spielaufbau mitbringt. „Ich habe auch nicht verstanden, warum Kim nicht von Beginn an in der Innenverteidigung gespielt hat“, zeigte sich Effenberg daher verwundert.
Schon am Freitag bei der Saisoneröffnung gegen Werder Bremen (ab 20.30 Uhr im SPORT1-Liveticker) könnte der Südkoreaner aber im ersten Bundesligaspiel von Beginn an spielen, meint Effenberg: „Ich glaube, dass Tuchel gestern das Dilemma erkannt hat.“