Dave Chisnall krönt sich nach einem überragenden Turnier zum Champion in Leeuwarden.

„Chizzy“ siegte im Finale bei der Dutch Darts Championship verdient mit 8:5 gegen Luke Humphries und sicherte sich damit seinen fünften PDC-Titel auf der European Tour.

Der Turniersieg der Nummer 16 der Weltrangliste war absolut verdient. Im Viertel- und Halbfinale hatte er mit Peter Wright und Michael van Gerwen zwei der bis dahin stark aufspielenden Spieler ausgeschaltet.

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Auch Humphries brillierte bis zum Finale und schaltete unter anderem im Halbfinale Publikumsliebling Damon Heta souverän mit 7:3 aus.

Ins Finale starteten beide Spieler gut, doch dann zog zunächst gerade Chisnall an und holte sich im vierten Leg das erste Break zur 3:1-Führung. Lange sah es dann danach aus, dass dieses Break spielentscheidend sein könnte, beide Spieler hielten bis zum 6:4 ihren Anwurf.

Dann schwächelte „Chizzy“ kurz und Humphries konnte mit einem Break auf 5:6 verkürzen. Die Schwächephase hielt aber nur kurz an, Chisnall verbesserte sofort wieder sein Niveau, spielte wieder überragende Darts und gewann letztendlich mit 8:5.

Van Gerwen verpasst Triumph in der Heimat

Van Gerwen verpasste nach einem zuvor sehr starken Heim-Turnier das Finale in Leeuwarden. MvG unterlag in einem spektakulären Halbfinale dem späteren Sieger Chisnall mit 6:7.

Chisnall legt gleich gut los und holte sich im zweiten Leg das Break. Nachdem „Chizzy“ schnell auf 3:0 erhöhen konnte, setzte MvG im vierten Leg das erste Ausrufezeichen als er per 170er-Finish auf 1:3 verkürzte.

Sein Gegner zeigte sich aber wenig beeindruckt und erhöhte direkt auf 4:1. In der Folge hielten beide Spieler bis zum 5:2 zunächst ihren Anwurf. Doch dann steigerte sich van Gerwen, gewann drei Legs in Folge und glich zum 5:5 aus.

Nachdem erneut beide Spieler ihren Anwurf hielten, ging es bei 6:6 in ein dramatisches Entscheidungs-Leg. „Chizzy“ spielte zunächst seine besten Darts und stand nach neun Darts im Finish-Bereich.

Doch dann machten ihm zunächst seine Nerven und dann das frenetische niederländische Publikum einen Strich durch die Rechnung. Chisnall ließ sieben Match-Darts aus und lud van Gerwen so zurück ins Match ein. MvG konnte die Chance aber selber nicht nutzen und vergab ebenfalls drei Match-Darts, danach traf Chisnall seinen achten Match-Dart und konnte einen verdienten 7:6-Erfolg bejubeln.

Chisnall lässt Wright keine Chance

Im Viertelfinale beendete Chisnall zuvor ein gutes Turnier des zuletzt schwächelnden Wright.

Der Schotte hatte beim 1:6 gegen „Chizzy“ keine Chance. Wright fiel bei der deutlichen Niederlage wieder in alte Muster zurück. Nachdem „Snakebite“ am Nachmittag eines seiner besten Spiele der letzten Monate geboten hatte, fehlte ihm gegen Chisnall wieder das Scoring. Weil er zudem auch auf die Doppel schwächelte, verlor er auch in der Höhe verdient.

An seine Form aus den ersten Spielen anknüpfen konnte dagegen zunächst van Gerwen. Der Lokalmatador gewann, wie schon in den Runden zuvor gegen die beiden Deutschen Gabriel Clemens und Martin Schindler, gegen Keane Barry mit 6:2.

Der bis zu diesem Zeitpunkt sehr stark spielende Underdog aus Irland hielt zu Beginn des Matches noch gut mit, ließ dann aber zu viele Chancen auf die Doppel aus. Auch weil MvG danach sein Niveau deutlich verbesserte, gewann er letztendlich auch in der Höhe verdient.

In den übrigen Viertelfinal-Begegnungen setzten sich Heta mit 6:2 gegen Stephen Bunting und Humphries mit 6:5 gegen Danny Noppert durch.

Die Ergebnisse der Finalsession im Überblick:

Viertelfinale:

Keane Barry – Michael van Gerwen 2:6

Peter Wright – Dave Chisnall 1:6

Stephen Bunting – Damon Heta 2:6

Danny Noppert – Luke Humphries 5:6

Halbfinale:

Michael van Gerwen – Dave Chisnall 6:7

Damon Heta – Luke Humphries 3:7

Finale:

Dave Chisnall – Luke Humphries 8:5